Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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Ein Bitt durch die Mancha.

Naide, naide toque andana Too lo dica la Jitana chachipé! Venga el unto y lo parné. und als ſie geendet, machte ſie ſchnell gegen uns eine leichte Nei⸗ gung mit dem Kopfe, drehte ſich auf dem Abſatze herum und verſchwand darauf in der Dunkelheit.

Eine neue Weiſe wurde nun angeſtimmt und ein Anderer ſang ein Lied. Doch wurde das Concert nicht mehr lange fortgeſetzt denn der Guitarriſt, der ein anderes Gelüſte zu haben ſchien, übergab ſein Inſtrument dem Nebenmanne, ſprang in die Höhe und fing an, unter lautem Gelächter und Beifallsrufen auf dem freien Platze vor dem Feuer zu tanzen. Er war ein hübſchge⸗ wachſener Burſche von vielleicht fünfundzwanzig Jahren, in einer runden andaluſiſchen Jacke, engen kurzen Hoſen und Ledergama⸗ ſchen; er ſetzte die Füße auf eine zierliche Art, ſchlug bald in die Hände, bald auf ſeine Kniee, und ſo oft er ſich dem Innern des Hauſes zuwandte, rief er ein lautes Hoje hinüber.

Nicht lange blieb dieſe Aufforderung zum Tanze unbeant⸗ wortet; zuerſt hörte man in der Entfernung Klappern von Caſtag⸗ netten, die in den Takt des Tanzes einfielen, und dann erſchienen ſämmtliche drei Töchter des Wirthes, die ſich bei uns am Feuer niederließen und mit ihren Caſtagnetten ſchlugen. Ihnen folgte die Wirthin, dann die Küchenmagd mit der Dame vom Stall, welch beide letztere eine Zeitlang dem Tanze zuſchauten, dann aber geſchwind in ihre Taſchen fuhren und ihre Caſtagnetten ebenfalls herausholten. Und nun begann ein ſo unerhörtes Geklapper und Geknacke, daß man kaum noch die Guitarrenklänge und ſein eigenes Wort vernehmen konnte.—„Bolero! Bolero!“ riefen ein paar Stimmen, die beiden Mägde traten einige Schritte zurück, die Wirthin nickte auf einen fragenden Blick ihrer Töchter mit dem Kopfe, dann ſprangen auch dieſe in die Höhe, ſtellten ſich gegenüber

auf, drei junge Burſchen folgten ihnen, und nun begann ein