332 Elftes Kapitel.
denn er hatte es nicht verſchweigen können, daß er uns heute Morgens in den Graben geworfen.
Nachdem die Gluth wieder zuſammengeſunken war, ſtellte ſich auch der Kreis um das Feuer wieder her. Precioſa ſtand vor demſelben, ſie hatte den rechten Arm in die Seite geſtemmt und blickte nachdenkend in die glühenden Kohlen. Der Guitarriſt der neben ihr ſaß, ſchaute ſie auffordernd an und berührte endlich mit dem oberen Theile ſeines Inſtrumentes leicht ihren Arm; ſte blickte fragend nach der Seite, und als er nun auf ſeinem In⸗ ſtrumente haſtig einige Accorde herunterriß und dazu mit dem Kopfe gegen ſie nickte, lachte ſie und nickte ebenfalls, worauf er taktgemäß zu ſpielen begann. Precioſa ſenkte ihre beiden Hände in die Taſchen ihres Kleides holte ein paar Caſtagnetten heraus, welche ſte an ihren Daumen befeſtigte, dann hob ſie das Köpf⸗ chen ſtolz empor und begann die Accorde mit einem leiſen, aber außerordentlich taktſicheren Geknacke zu begleiten. Alle im Kreiſe ſchmunzelten, und als ſte nun gleich darauf mit einer hellen, nicht unangenehmen Stimme nach der bekannten, ſpaniſchen Landesweiſe zu einem Liede anſetzte, klatſchten Alle in den Pau⸗ ſen taktgemäß mit den Händen, und das Vergnügen war all⸗ gemein.
Sie ſang:
Yo soy la Jitana La jembra que va, Sin hoy ni mafana De aqui para allà; X erramo consuelos.. entono primores. X vendo gunuelos. X galas y flores:
X largo se cura
Por poco parné:
La güena— ventura Quien la quié sabé?


