Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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Ein RNitt durch die Mancha.

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Zähne. Ihr Anzug war einfach, aber hübſch: ſie trug einen rothgeſtreiften, ziemlich kurzen Rock, dazu eine Art von ſchwarzem Mieder mit ſilbernen Knöpfen und hatte um den Kopf ein gelb und weißes Tuch gebunden, deſſen Zipfel hinten herab hingen. Ich will gern zugeben, daß alles das durch die eigenthümliche Umgebung und das flackernde Herdfeuer verſchönert wurde, aber Precioſa war auch bei Tag eine reizende kleine Spanierin.

Jetzt war die Kocherei beendigt, die Hungrigen verzehrten ihr Eſſen theils am Feuer, theils nahmen ſie es mit in einen dun⸗ keln Winkel, vielleicht zu einem Cameraden, der dort ſchon aus⸗ geſtreckt lag. Die erſteren, welche unter unſeren Augen ſoupirten, verſäumten nicht ‚uns zu Gaſt einzuladen, was wir natürlicher⸗ weiſe abſchlugen, dagegen gern zuſchauten; mit welchem Anſtand, mit welcher Ruhe nun ihrer Drei, Vier aus einer Schüſſel aßen! Da wurde kein rohes Wort gehört, da wartete immer Einer, bis der Andere ſeinen Löffel voll herausgeholt, keine Gier, keine Haſt, ja ſie munterten ſich gegenſeitig auf, doch der Schüſſel tapfer zuzuſprechen. Natürlich fehlte ihnen gutes Brod nicht, ebenſowenig Landwein, den ſte aber auf eine eigenthümliche Art zu ſich nahmen. Sie hatten ein Glasgefäß, faſt wie eine kleine Gießkanne geformt, deſſen Rohr ſte vor den geöffneten Mund ſetzten, ohne es aber mit den Lippen zu berühren, und dann das Getränk nur hinablaufen ließen. Auf dieſe Art kann man mit Jedem trinken, ohne befürchten zu müſſen, in eine vielleicht unan⸗ genehme Berührung zu kommen.

Als alle Töpfe entfernt waren, wurde der Herdplatz rein gefegt und ein wahrer Berg von Reiſig aufgethürmt, der eine ſolche Gluth hervorbrachte, daß ſich alle Köpfe ſcheu in die Ecke drückten und wir in den entfernteſten Winkel rücken mußten. Bei dem aufflackernden Feuer entdeckte ich auch unſeren Führer,

der ebenfalls abgeſpeist hatte und uns nun freundlich zugrinste.

Er wurde übrigens den ganzen Abend von den Anderen verhöhnt,