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baren Ohnmacht erwacht, hatte ihm einen niederſchmettern⸗ den Blick zugeworfen und that dann, als ſei er durchaus nicht mehr in der Welt. Sie hüllte ſich in das Bewußt⸗ ſein ihres Elends, verbrämt mit Poeſie, und ſprach zum armen, geduldigen Mond ſo viele unſinnige Worte hinauf, daß dieſer gern früher untergegangen wäre, wenn er nur gekonnt hätte.
So riß denn das Schickſal den Herrn Kohler hinweg von der„bunten Katze“, von der runden Wittwe, hinweg aus dem Kreiſe ſeiner Freunde. Und wenn ihm auch alles das anfänglich wie ein ſchreiendes Unrecht, ihm vom Schick⸗ ſal zugefügt, wenn ihm auch in ſeinen Träumereien das Rollen der Räder, das Sauſen der Locomotive, das Raſſeln des ganzen Zuges wie ein hölliſches Hohngelächter erſchien, ſo dauerte es doch nicht gar zu lange, und die gleichför⸗ mige Bewegung der Wagen ebnete langſam die ſtürmiſche Flut ſeiner Gedanken. Nur zuweilen, wenn die Locomotive einen gellenden Pfiff ausſtieß, oder wenn der Zug raſſelnd und dröhnend durch einen Tunnel flog, oder krachend und polternd über eine Brücke hinweg, da wallte es wieder hef⸗ tig in ihm auf, und das gellende Pfeifen, das Raſſeln, Dröhnen, Krachen und Poltern ſchien ihm hohnlachend er⸗ zählen zu wollen von dem ſüßen Aufenthalt in der„bun⸗ ten Katze“, von der angenehmen runden Wirthin, die ihm ja mit ihren lebhaften Augen nur beziehungsweiſe gefähr⸗ lich werden konnte, und die ihm unſchädlich war, wenn er ſich nur vor ihrer Hand in Acht nahm. Und das Schick⸗ ſal hatte ihn vor dieſer Hand gewarnt— gewarnt— ge⸗ warnt.— Wie gut war es dagegen für ſeinen Gemüths⸗
zuſtand, daß ſeine weiche, träumeriſche Stimmung ſogleich wieder die Oberhand gewann, ſobald Brücke und Tunnel wieder hinter ihnen zurückblieben und ſie auf gerader Bahn durch die vom Mond beſchienene Ebene ſanft dahinflogen.
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