Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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bach ſank mit einem leichten Aufſchrei in die Kiſſen ihres Sitzes zurück, wobei ſie wie ohnmächtig that und dabei ihre rechte Hand krampfhaft an Herrn Kohler's Rockkragen legte, der gerade im Begriff war, dieſen paſſenden Mo⸗ ment zum Entfliehen zu benutzen.

Steigen Sie ein! ſteigen Sie ein! rief draußen der Conducteur. Und das galt offenbar dem Herrn Weller, der nun in ſehr gebeugter Haltung unter der Thüre des Wagens erſchien.

Fertig! fort! Um Gottes willen, Madame! ich gehöre ja nicht auf den Zug, ich ich Zu ſpät! rief Herr Koh⸗

ler; denn zu dem Fenſter hinausblickend ſah er, wie ſich ſcheinbar das Stationsgebäude rechts, der Gaſthof zur bunten Katze links langſam zurückſchoben, langſam

aber unaufhörlich. Auch hörte er, wie jetzt die Eiſenbahn⸗

glocke das dritte Zeichen gab. Zu ſpät nach dem Regle⸗ ment, viel zu ſpät. Und:Zu ſpät! rief auch der Conducteur, an den ſich Herr Kohler mit einer dringen⸗ den Aufforderung zum Anhalten wandte.

Vom Anhalten eines Courierzuges kann unter gar kei⸗ nen Verhältniſſen die Rede ſein, meinte der Beamte.Wir halten aber noch einmal, ehe wir zur Reſidenz kommen, und zwar in Miſtbach. Wenn Sie dort ausgeſetzt zu ſein wünſchen

Der ehemalige Makler hätte die Nennung dieſes an ſich ganz unſchuldigen Ortes in ſeiner Aufregung faſt für eine Beleidigung genommen, doch begnügte er ſich, haſtig die Achſeln zu zucken und dem Herrn Weller in einem nicht freundſchaftlichen Tone zu ſagen:Das habe ich Ihnen zu verdanken. Es war dies eigentlich hart von Kohler, denn der arme Weller befand ſich ſo in keiner beneidens⸗ werthen Lage. Seine Gattin, nachdem ſie aus ihrer ſchein⸗

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