Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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Und es ging auf's Allerſchönſte und auf's Allerbeſte in Erfüllung.

Daß Herr Duvallet ſowie auch die Commerzienräthin ihrem langjährigen Freunde und Bekannten, Herrn Kohler, eines von den vielen Gaſtzimmern des Landhauſes für die Nacht anboten, verſteht ſich von ſelbſt. Doch müſſen wir zu gleicher Zeit geſtehen, daß der ehemalige Makler dieſes freundſchaftliche Anerbieten mit einer Hartnäckigkeit aus⸗ ſchlug, die unerklärlich geweſen wäre, wenn wenn ſo ſagte wenigſtens Herr Duvallet lachend, er nicht feſt überzeugt wäre, Herr Kohler habe in derbunten Katze, von der er unvorſichtiger Weiſe etwas zu häufig geſprochen, der hübſchen runden Wirthin allzutief in ihre gefährlichen Augen geſehen.

Vergeblich zog der ehemalige Makler ſeine Achſeln ſo hoch empor, als ihm dies möglich war, und wollte ſich mit der unſchuldigſten Miene von der Welt das Anſehen geben, als habe er die Wirthin derbunten Katze durchaus nicht beachtet, ſondern nur einen Hausknecht geſehen, der ihm ſeine Sachen auf's Zimmer beſorgt. Der Commerzien⸗ rath drohte ihm mit komiſchem Ernſte, indem er ſeinen Zeigefinger erhob, und ſagte:

Kohler! Kohler! nehme Er ſich vor den Wittwen in Acht! abſonderlich vor der da drunten. Er iſt noch immer ein recht präſentabler Mann, Kohler, hat auch ganz den Anſchein, wie ein Mann von gutem Vermögen, der Er denn auch iſt, und nach ſolch' einem wirft die da drunten ihre Angeln aus. Es ſollte mir wahrhaftig leid ſein, Ihn einmal noch als gebeugten Kreuzträger zu ſehen. Wie ge⸗ ſagt, nehm Er ſich in Acht!

Kohler machte dabei ein Geſicht wie Jemand, der ſich zu einem Spaziergang mit der Geliebten anſchickt und dem man beim heiterſten Himmel ein Donnerwetter prophezeit.