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im Zickzack die Anhöhe hinan, und je näher man dem Schloſſe kam, deſto deutlicher erblickte man die blitzenden Lichter deſſelben. Jetzt ließ der Wagen die Bäume hinter ſich und fuhr im Bogen um einen weiten mit Blumen⸗ b beeten bedeckten Grasplatz, die in zierlicher Anordnung einen Springbrunnen umgaben, deſſen Waſſer in einem hohen, breiten Strahle rauſchend und ſpritzend in die Luft V flog— eine wunderbare Lichtbildung darſtellend, wenn man auf Augenblicke durch die feine Waſſergarbe die Lichter im Schloſſe oder die helle Mondſcheibe durchleuch⸗ ten ſah.
Der Wagen hielt vor einer breiten Treppe, die auf eine durch herabhängende Lampen hellerleuchtete Veranda führte.— Da war auch ſchon Herr Duvallet ſelbſt, welcher den beiden Ankommenden aus dem Wagen ſteigen half und 1 ſie unter Bezeugung herzlicher Freude die Treppen hinauf⸗ führte. Oben wurden ſie von der Commerzienräthin em⸗ pfangen, in deren an ſich ſchon beſtändig heiterem Geſichte V es heute Abend ſo vergnüglich zuckte, daß Jeder, der ſie anſchaute, unwillkürlich mitlachen mußte.— Da erſchien V auch Herr Kohler, mächtig gerührt; man hörte das an der Art, wie er ſich räuſperte, und ſah es an ſeinen Bemü⸗ hungen, ſeine Brille, deren blaue Gläſer ſo ſeltſam im V Mondlicht funkelten, feſt an die Augen zu drücken. Er er⸗ V griff beide Hände des Malers, ſchüttelte ſie herziich und ſagte: V„Iſt das nicht ein prächtiger Abend, ſo ein Abend wie aus einem Märchen, wo die wunderthätige Fee ihren Zau⸗ berſtab mit aller Macht gebraucht! O ich bin ſo glück⸗ ſelig,— beinahe gar nichts mehr fehlt.“ Bei dieſen letz⸗ ten Worten blickte er in die mondbeglänzte Gegend hinaus, aber nach der Richtung hin, wo ſich die„bunte Katze“ befand.
Hackländer, Tag und Nacht. II. 17


