Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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ihm ſprechen: Wenn ich auch ohne Reſultat zurückkehre, ſo habe ich doch eine That gewagt, gib mir darum Zeug⸗ niß vor ihr vor Friederike Federbach.

Dieſer kleine Monolog, den er wirklich halblaut gehal⸗ ten, hatte ihn wunderbar geſtärkt und ihn vermocht, mit feſten, wenn auch leiſen Tritten jenes Gebüſch zu verlaſſen, um einen der breiten Sandwege zu erreichen, die ihn auf einer ſanften Biegung in den Garten hinein führten.

Es war hier ſo außerordentlich ſtill und feierlich ruhig, faſt beängſtigend in dieſer Stille und Ruhe. Herr Weller hätte wirklich etwas darum gegeben, wenn aus der Nach⸗ barſchaft irgend ein angenehmes Geräuſch zu ihm herüber gedrungen wäre, vielleicht das Klopfen eines Hammers, das Knirſchen einer Säge oder dergleichen. Aber man vernahm durchaus nichts der Art; es lag eine ſo lautloſe, drückende Hitze auf dem ganzen Garten, daß ſich der kleine Kaufmann ſchon nach den erſten Schritten um ſo mehr echauffirt fühlte, als dieſe, ſo leiſe er auch ſeine Füße auf⸗ ſetzte, ordentlich in dem Garten wiederhallten.

Das war unangenehm; aber trotzdem ging er entſchloſ⸗ ſen weiter. Er folgte den Biegungen des Sandweges, wo ihm rechts und links ſtehende dichte Gebüſche längere Zeit nicht die geringſte Ausſicht verſtatteten; er wandelte wie in einem Labyrinth, ohne zu wiſſen wohin, wobei ihn einzig und allein der Gedanke beängſtigte, er könne bei einer plötzlichen Biegung auf einmal mit irgend etwas un⸗ erhört Schrecklichem Naſe an Naſe zuſammentreffen.

Aus dieſem Grunde blieb er denn auch häufig ſtehen, aufmerkſam lauſchend. Aber Alles, was er vernahm, war das Plätſchern des Springbrunnens, das immer deutlicher an ſein Ohr ſchlug. Begreiflicher Weiſe, denn er näherte ſich dem Baſſin und trat nach einigen Schritten auf den freien Platz hinaus, wo ſich dieſes befand.