Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1

4

1

1 3

8 4 3 4 3 4 4

4 5 8*. 1 A 8. 1

Die Thüre war und blieb aber verſchloſſen, und um den ſo nothwendigen Eingang zu erzwingen, mußte man im Bedientenzimmer einen ſchweren Schrank wegrücken, der eine Thüre maskirte, die in das Schlafgemach Victor Bar⸗ ring's führte.

Dies gelang den vereinten Anſtrengungen Beider; ſie betraten das Schlafzimmer, dann ſchüchtern den Salon mit dem offenſtehenden Fenſter, vor welchem der arme kleine Kaufmann nothwendiger Weiſe mauſetodt hängen mußte; Beide räuſperten ſich, huſteten ſehr verſtändlich, zuckten mit den Achſeln, lächelten auf ganz ſeltſame Art einander zu, aber lange hatte Keiner den Muth, an das offene Fenſter zu treten. Wenn er zufällig mit dem Kopfe ſchief hing und zu ihnen hinauf ſchielte! Ah! das wäre ſchrecklich!

Endlich zwang ſich der Bediente, mit einem Sprung der Verzweiflung an das Fenſter zu eilen; er blickte hinaus da hing Niemand; er ſchaute hinab da ſah man am Boden keine lebende Seele. Daß aber Jemand vor Kurzem da geweſen ſein mußte, das bezeugten abgeknickte Zweige, ſowie Fußſtapfen auf dem Boden.

Ja, Herr Weller war, wie wir wiſſen, hier unten ge⸗ weſen, hatte ſich aber nach ſeiner Rutſchpartie nur ſo lange aufgehalten, um einen Augenblick die Mauer des Hauſes zu betrachten, wo er mit vielem Vergnügen das Gitterwerk eines ehemaligen Obſtſpaliers entdeckte, welches ihm die Möglichkeit eines Rückweges verhieß. Nachdem er ein⸗ mal unten war, dachte er an einen Rückweg und ſprach zu ſich ſelber:Auch wenn ich nicht gefunden, was ich ge⸗ ſucht, werde ich doch nicht mit leeren Händen zurückkehren; ich werde mit einem Wahrzeichen, das ich aus dem Gar⸗ ten mitgenommen, dort wieder hinaufklettern; ich werde dieſes Wahrzeichen vor Herrn Barring hinlegen und zu