Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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in Bewegung geſetzt wurden. Man hörte nichts als das Plätſchern des Springbrunnens, und ſo ſehr ſich auch Herr Weller anſtrengte, irgend einen fremdartigen Gegenſtand zwiſchen den Bäumen zu entdecken, einen einſamen Spazier⸗ gänger oder das Leuchten eines Damenkleides, ſo war doch von allem dem nichts zu ſehen; glücklicher Weiſe aber auch nichts von dem gefürchteten Drachen, der allein im Stande geweſen wäre, den heldenmüthigen kleinen Kaufmann an der Ausführung ſeines wahnſinnigen Projektes zu hindern. Ja, wir ſind nicht im Stande, dem Herrn Weller das eben ausgeſprochene Prädikat zu erlaſſen, und müſſen lei⸗ der zugeſtehen, daß der Held unſerer erſten Stunde im Begriffe war, wenigſtens in den Augen aller ruhig Den⸗ kenden, etwas Tolles zu unternehmen. Dabei können wir aber nicht verſchweigen, daß das Extravagante dieſes Un⸗ ternehmens allerdings dadurch etwas gemildert wurde, daß ſich Herr Weller nun einmal vorgenommen, irgend eine auffallende That zu verrichten, ohne dabei vom Gelingen dieſer That auch nur im Mindeſten überzeugt zu ſein. Genug, der Garten war ſtill und öde, der Drache, der die Lippen nach dem fetten Opfer leckte, nicht vorhan⸗ den, und wer weiß, ob es nicht möglich war, daß die kleine Dame, deren Befreiung es galt, zufällig im Garten promenirte, zufällig ihrem Befreier begegnete, zufällig ihm an den Hals hüpfte, dabei zufällig ausrufend:Rette mich! und alsdann auf's Allerzufälligſte von Herrn Wel⸗ ler wirklich gerettet wurde. Dann aber! Er konnte ſich nicht enthalten, bei dieſem Ideengange ſanft zu lächeln und wohlgefällig einen Moment die Augen zu ſchließen! Und nun an's Werk! Zuerſt ſchlich er leiſe auf den Zehen nach der Thür des Zimmers und ſchob langſam den Nachtriegel vor; dann ging er ebenſo leiſe an's Fenſter zurück und zog den Strick,