Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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den er vorhin gekauft, aus der Taſche, wobei er ihn auf⸗ merkſam betrachtete, ob nicht vielleicht irgendwo eine defecte Stelle ſei, die ihm beim Herablaſſen aus dem Fenſter gefähr⸗ lich werden könnte. Als er ſich überzeugt hatte, daß der Strick glatt und feſt ſei, blickte er prüfend im Zimmer umher nach einer Stelle, wo er das eine Ende befeſtigen könne. Oben an der Decke befand ſich allerdings ein Haken, der ihm die meiſte Sicherheit verſprach; denn es ſchien ihm etwas gewagt, das Ende ſeines Seiles an eines der Möbel zu befeſtigen, die unbedingt der ſchweren Laſt nachgeben müßten. Er rückte behutſam einen Tiſch in die Mitte des Zimmers, ſtellte noch einen Stuhl darauf, und ſo gelang es ihm, eine vorher gemachte Schleife in die Krümmung des Hakens zu werfen, worauf er die Feſtigkeit ſeines Hal⸗ ters dadurch probirte, daß er ſich einen Augenblick mit dem ganzen Gewichte an den Strick hing, hiebei aber etwas herumgewirbelt wurde, und bei dieſer Veranlaſſung mit ſeinen erſchreckt auseinander ſtehenden Beinen den Stuhl von dem Tiſche herabſtieß, was ein ziemliches Gepolter verurſachte.

War es ihm doch, als hörte er jetzt draußen vor der Thüre einen Ruf des Schreckens, und als verſuche Jemand das Schloß aufzudrehen.

Einen Augenblick hing Herr Weller da mit angſtvoll verzerrten Zügen und lauſchte. Da aber Alles ruhig blieb, ſo rutſchte er im nächſten auf den Tiſch hinab, klet⸗ terte auf den Boden nieder und ſchwang das Seil zum Fenſter hinaus.

Der Garten lag da ebenſo ſtill und ruhig wie vorher.

Herr Weller dachte noch einen Moment an ſie, deren eigenthümliche Laune ihn zu dieſem Schritte gezwungen; er ſprach mit einem tiefen Seufzer noch einmal ihren Namen

aus Friederike Federbach, und dann

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