Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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dem unzweideutigſten Ausdrucke des Erſtaunens auf ſeinen Zügen, Hut und Stock in der rechten Hand haltend, ſtehen blieb. Wie er oft zu thun pflegte, wenn er etwas genauer betrachten wollte, ſo machte er's auch jetzt er ſchob näm⸗ lich ſeine blaßblauen Brillengläſer näher an die Augen und konnte ſich darauf, als die eigenthümliche Stellung der Beiden ſich nicht löste, eines gelinden Räuſperns nicht enthalten.

Der junge Muſiker blickte empor, und wenn die vor⸗ hergehenden Augenblicke nicht ſo gar ernſt und ergreifend geweſen wären, ſo hätte er ſich ſchwerlich beim Anblick des ehemaligen Maklers eines Lächelns erwehren können.

Er trat übrigens raſch von dem Fauteuil, auf dem die Dame ſaß, gegen Herrn Kohler, nahm ihn unter dem Arm und führte ihn in's Nebenzimmer zurück, wo e mit leiſer Stimme ſagte:

Sie bemerken dort eine Dame, beſter Freund, die meinem Onkel von guter Hand empfohlen, ſich plötzlich etwas angegriffen fühlte, und ich ſah ſchon mit wahrem Schrecken dem höchſt fatalen Augenblick einer völligen Ohnmacht ent⸗ gegen. Sie hat ſich aber glücklicher Weiſe wieder erholt.

Ja a, gab Herr Kohler mit einem mißtrauiſchen Blick zur Antwort,ſie ſcheint ſich allerdings wieder erholt zu haben. Aber ſagen Sie mir, mein lieber Herr Victor er zog bei dieſen Worten ſeine Stirne finſter zuſammenwas

Teufels treibt ſie ſchon um dieſe Stunde hierher in's Haus Ihres Onkels? Und erlauben Sie mir die Ihnen viel⸗ leicht ſeltſam ſcheinende Frage: was machen Sie hier allein im Salon bei bei jener Wittwe, die ich unter mei⸗ nen Schutz genommen und hieher in das Haus Ihres Onkels gebracht, wo ich wahrhaftig am allerwenigſten ge⸗ wünſcht hätte, Sie, theuerſter Freund, um ſie beſchäftigt zu finden?

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