— ſetzen, erfinden Sie die furchtbarſte Weibes nur auszudenken ver⸗ ſtrafen, ſich ſelbſt den Gatten, nach
—
ſamkeit die Krone aufzu Rache, die das Herz eines mag, und nehmen, um ihn zu Ihren Kindern den Vater.— Wie dann?“ ſetzte er einer Pauſe hinzu,„wenn er das nun nicht einmal als Strafe anſähe? Wenn er ſich glücklich fühlte über ein ge⸗ löstes Verhältniß, das ihn bis jetzt in drückenden Feſſeln hielt?— Wie dann?“
„Ach! das wäre entſetzlich!“ „Helfen Sie mir,
brachte die Frau mühſam Victor! retten Sie mich
hervor. und ihn!— ich ſehe— mein Unrecht— ein. O möge— er— ebenſo denken!———
bgebrochen mit ganz leiſer Stimme
Sie ſprach das Letzte a ſo ſeltſamen Lächeln auf den zitternden Lippen,
ſie erſtaunt anſah, und als er mit wie ihre Hände ſich eigenthümlich be⸗ e plötzlich mit einer tiefen Bläſſe die Niederſinkende raſch in ſeinen il nieder, vor
und einem daß der junge Mann Schrecken bemerkte, wegten und wie ihre Züg überzogen waren, fing er Armen auf und ließ ſie ſanft auf dem Fauteu dem ſie gerade glücklicher Weiſe ſtand.
Es war in der vergangenen Nacht und am heutigen die arme Frau eingeſtürmt, ſo daß ihre
Tage zu viel auf ſtarken Nerven davon angegriffen wurden, und ihre ſonſt ſo feſte Conſtitution darunter leiden und endlich zuſammen⸗ brechen mußte. Doch dauerte glücklicher Weiſe dieſer An⸗ fall nur ein Paar Sekunden, und ſie erholte ſich ſo raſch und vollſtändig, daß ſie in Kurzem ſchon ihren Kopf erhob und mit einem freundlichen Lächeln zu Victor emporſchaute, der ſich theilnehmend auf ſie niedergebeugt hatte. Daß mittlerweile an die Thüre des Nebenzimmers ge⸗ klopft worden war, hatten Beide nicht bemerkt, ebenſowenig, daß dieſe Thüre geöffnet worden und näher kommend Herr
Kohler auf der Schwelle des Salons erſchien, wo er mit


