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— 0— Hände mehrere Sekunden lang vor das Geſicht, und als ſie dieſelben nun herabſinken ließ, ſah man, welche Anſtrengun⸗ gen ſie machte, ihre Lippen auf einander zu preſſen und ihre Züge zu beruhigen. „Victor,“ brachte ſie darauf mühſam hervor,— unge und ſchöne Mädchen, welches ſo
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„Sie lieben jenes j freundlich gegen mich und die Kinder war. Sagen Sie mir um Gottes Barmherzigkeit willen, ob Sie ſie lieben?“
Der Muſiker zuckte faſt verächtlich mit den Achſeln, als er erwiederte:
„Was ſoll ich Ihnen darauf antworten? Ich— der Geliebte der Frau von Molitor?— Ahl bei Gott!“ fuhr er heftiger fort, indem er die Hand gegen ſie ausſtreckte, „ich könnte faſt ſagen, ich erzeige meinem Freunde einen Gefallen, wenn ihr Beide todt für einander ſeid.“
Sie ſchaute den jungen Mann mit weit aufgeriſſenen Augen an, aus denen aber ihre Thränen unaufhaltſam floſſen. Sie verſuchte ihm eine Antwort zu geben, aber die Stimme brach ihr beim erſten Laut, den ſie ausſprach.— „Laſſen Sie das,“ brachte ſie endlich mühſam hervor;„wenn Sie wüßten, Victor, wie ich leide“— ſie drückte ihre Hand auf das Herz—„ſo würden Sie mir viel von meiner Hef⸗
tigkeit verzeihen. Aber beantworten Sie mir meine Frage. — Oder nein, nein, beantworten Sie mir dieſelbe nicht!“ rief ſie plötzlich leidenſchaftlicher.„Was hilft es mir auch, zu wiſſen, ob Sie, Victor, jenes junge und ſchöne Mädchen lieben! Hat mir doch jener Aufſchrei deutlich genug ge⸗ ſagt, daß Sie von ihr geliebt werden.— O Jammer über meine Worte! Jammer über dieſen Tag und auch Jammer über Sie, Victor!“
„Gut,“ entgegnete er ruhig,„ich will Ihren Ruf des Jammers über mich geduldig hinnehmen; aber vergeſſen Sie ſich felbſt nicht, Sie, die an ſo vielem Jammer Schuld ſind.“


