Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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gegen ihren Willen verſtehend, hatte ſich, als die fremde Dame alſo ſprach, von ihrem Tabouret erhoben und die Kinder, welche das Ende ihres Märchens haben wollten, angſtvoll von ſich abgewehrt. Sie legte ihre rechte Hand an die Stirne, während ſie mit ſtarrem Blick auf die offene Thüre des Nebenzimmers ſchaute und ſo gebannt war durch die ſchrecklichen Worte, welche von dorther ertönten, daß ſie es nicht einmal bemerkte, wie ſchon vor einer guten Weile ihr V Vater eingetreten und erſtaunt über das höchſt Eigenthümliche, was er hörte und ſah, an der Thüre ſtehen geblieben war. V

Ob Victor auf die haſtig hervorgeſtoßenen, die größte V 6 Leidenſchaft athmenden Worte der Fremden etwas erwie⸗ V dert, konnte man hier nicht hören; wenn er etwas geſagt, ſo mußte es mit ſehr leiſer Stimme geſchehen ſein wahr⸗ ſcheinlich hatte er, den Moment begreifend, geſchwiegen, um V die Frau, die ſich in ihrer Heftigkeit ſelbſt nicht zu kennen ſchien, nicht noch mehr zu reizen, doch wenn er deßhalb ge⸗ ſchwiegen, hatte er doch nicht die gewünſchte Wirkung her⸗ vorgebracht, denn wenn ſie auch den Ton ihrer Stimme b

etwas dämpfte, ſo ſtieß ſie doch jedes ihrer Worte mit ſol⸗ cher Deutlichkeit, ſolcher Energie hervor, daß man wohl hörte, ihre Reden waren darauf berechnet, es ſolle auch nicht eine Sylbe davon verloren gehen.

Warum ſage ich Ihnen das alles eigentlich? ſprach ſie;wie kann ich mich unterſtehen, etwas gegen Sie auszu⸗ ſprechen, das wie ein Vorwurf klingt? Haben Sie Jemand Rechenſchaft von Ihrem Thun und Laſſen zu geben? O nein, gewiß nicht! Haben Sie nicht vollkommen Freiheit, Ihre Schritte dahin zu lenken, wohin es Ihnen beliebt? Gewiß, Sie haben dieſe Freiheit. Aber er hatte ſie nicht, ſetzte ſie lauter hinzu,er nicht, aber Sie. Doch wäre es I Ihre Pflicht geweſen, als Freund unſeres Hauſes, wie Sie ſich genannt, ihn zurückzuhalten, ſtatt ihn tiefer hineinzu⸗ V

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