Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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ten? Unſer Hausweſen, ich ſelbſt, wir ſind ihm zu alltäglich und einfach; wer kann all' dieſen ſonderbaren Wünſchen nachgeben? Und wenn das wirklich ſonder⸗ bare Wünſche waren, ſo wäre es Ihnen damals ein Leichtes geweſen, denſelben wirklich nachzugeben und ihm nach und nach ein Interieur zu ſchaffen, wie er es gewünſcht und wie es dem Auge eines Künſtlers wohl thut, ja unent⸗ behrlich iſt. An den Mitteln dazu fehlte es Ihnen nicht, aber ich erinnere mich aus der Zeit, Kleinigkeiten

Ja, Kleinigkeiten, ſagte die Frau mit Bitterkeit, unbedeutende, erbärmliche Kleinigkeiten!

Allerdings, jedes Einzelne war eine Kleinigkeit, aber Alle zuſammen bildeten eine Kette, die ſich um Ihr häus⸗ liches Glück wand und es tief hinabzog. Wie oft verſuchten wir es ſcherzhaft, Ihre Einwilligung zu erlangen, ſein Atelier auszuſchmücken, wie das andere Künſtler thun, irgend ein altes, maleriſch ſchönes Geräthe aufzuſtellen, die Wand mit einer Waffe zu verzieren, mit einer Statuette, hier oder da eine Draperie anzubringen! Wie nannten Sie dergleichen Sachen, die ihm Freude machten be⸗

greiflicher Weiſe Freude machen mußten? Unnützes Zeug

nannten Sie es, und wollten nicht begreifen, wie ein ver⸗ nünftiger Menſch dafür ſein Geld ausgeben könne, ebenſo⸗ wenig wie Sie es zu faſſen vermochten, daß er das Be⸗ dürfniß hatte, ſeine Wohnung reicher und behaglicher ein⸗ zurichten, als Sie das von jeher gewohnt waren, und als Sie ſich einmal vorgenommen hatten, daß es bei Ihnen ſein und bleiben ſolle. Von Ihrem Standpunkte aus hat⸗ ten Sie vielleicht Recht, daß ſich nämlich auf einem alt⸗ modiſchen, unſchönen Stuhle ebenſo bequem ſitzt, wie auf einem neuen in gefälliger Form, und daß das einfache Sopha dieſelben Dienſte thue, wie der phantaſtiſch geſchweifte Fauteuil auf ſeinen Meſſingrollen, die Ihnen ein Gräuel waren.

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