Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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Ja ſie ſoll ſchön ſein ſie ſoll ſehr ſchön ſein, dieſe Frau Baronin von Molitor, ſagte die Fremde mit nieder⸗ geſchlagenen Augen.

Sehr ſchön eine reizende, elegante Dame, das iſt nicht zu läugnen, verſetzte Madame Duvallet;ich begreife wohl, daß ſie vielen Männern die Köpfe verrückt hat.

Alice wußte nicht, weßhalb ihr gerade dies Geſprächs⸗ thema peinlich war und weßhalb es ſie jedesmal ſchmerzlich berührte, ſo oft der Name dieſer Frau von Molitor ge⸗ nannt wurde; und doch wieder war es ihr ſo intereſſant, etwas über dieſe Frau zu hören, und doch war ſie ſchon in den Straßen der Stadt lange vor einem Laden ſtehen geblieben, um dieſe Dame aus ihrem Wagen ſteigen zu ſehen, wobei ſie dann zugeben mußte, daß es allerdings eine ſchöne, intereſſante Erſcheinung ſei.

Wenn man, wie ich ſchon vorhin bemerkt, nicht läug⸗ nen kann, fuhr die Commerzienräthin fort,daß der Frei⸗ herr von Molitor ein Herr iſt von außerordentlich ſchroffer Außenſeite, ich kann Sie verſichern, mein Mann, der doch mit allen Leuten umgehen kann, hat genug zu thun, um mit dem Baron in Frieden zu bleiben ſo ſoll da⸗ gegen, wie Alle ſagen, die ihn näher kennen, ſein Cha⸗ rakter von einer außerordentlichen Feſtigkeit und Ehrenhaf⸗ tigkeit ſein.

Wornach alſo alle Schuld auf Seiten der Baronin läge, ſprach Madame Nicolai;und was mich anbelangt, ſetzte ſie mit Bitterkeit hinzu,ſo bin ich ſehr geneigt, feſt daran zu glauben.

Man muß ihm wenigſtens laſſen, verſetzte Madame Duvallet,daß er vor der Welt zeigt, die eigenthümlichen Verhältniſſe, welche ſein Hausweſen zerriſſen haben, gehen ihm zu Herzen. Er hat ſich ſeit jener Zeit von Allem zurück⸗ gezogen. Wie ſelten kommt er hieher! gewöhnlich lebt er auf