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bedächtigen Zug aus ſeiner Pfeife, zeigte dann mit dem Kopfe derſelben auf die Thüre des Nebenzimmers und ſagte: 4
„Was der jetzt wieder, ſo lange er am Clavier ſitzt, zuſammentrommelt! Findet Einer von euch Sinn und Verſtand darin? Das weiß der liebe Gott, wie die heutige Jugend Muſik treibt!“ fuhr er fort, indem er die Achſeln ſehr hoch emporzog;„das iſt ein Gallimathias und ein kunterbunter Durcheinander, daß Einem der Kopf ebenſo wirbelig davon werden muß, wie er den jungen Leuten, die ſich Muſiker ſchimpfen laſſen, ohnehin ſchon iſt.“
„Allerdings, er hat Recht,“ nahm Herr Stadtrath Scheidel das Wort.„In unſerer Jugend haben wir auch Muſik getrieben, und wie man uns verſichert, ſpielten wir gerade nicht ſchlecht; aber dergleichen Faxen, wie man ſie heute machen hört, haben wir ſo einem unglückſeligen Clavier nicht zugemuthet. Wir ſpielten Lieder, aber Lieder, die Jemand ſingen konnte, ohne ſich die Zunge zu ver⸗ renken, eine anſtändige Sonate, ein ruhiges Menuett, über⸗ haupt gelaſſene Melodieen, wobei ſich ein vernünftiger Menſch auch etwas Vernünftiges denken konnte.“
„Da eben liegt's,“ ſagte der Mann mit der hohen Stirne in beſtimmtem Tone,„die Gedanken von damals und jetzt. Unſere Phantaſieen waren ruhig und ehrbar.“
„Höchſtens blickten wir ſehr anſtändig nach den Töch⸗ tern unſerer Nachbarn,“ meinte der Fabrikant mit einem Seitenblick auf Herrn Scheidel.
„Ja, ja,“ ſprach Herr Duvallet;„und wenn wir ſangen:
Du, du liegſt mir im Herzen,
Du, du liegſt mir im Sinn,
Du, du machſt mir viel Schmerzen,
Weißt nicht, wie gut ich dir bin,


