Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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machte, verſetzte der Vater der Stadt, nachdem er mit ſehr geſpitztem Munde und halb geſchloſſenen Augen einen langen Zug aus ſeinem Kelchglaſe gethan.Neben ihr ſtand näm⸗ lich dazumal ein junger Mann, den ich nicht kannte und der vertraulichen Stellung nach für einen begünſtigten Nebenbuhler halten mußte.

Alles fühlt der Liebe Freuden,

Alles tanzt und lacht und küßt, dacht' ich und zerbiß meine beſte Schreibfeder.

Und du ſollſt die Liebe meiden,

Weil ein Schwarzer häßlich iſt, fiel ihm ſein Nachbar, ein wohlgenährter Fabrikant, in die Rede.

Schwarz war ich allerdings, erwiederte der Stadt⸗ rath;ob ich aber gerade häßlich genannt werden konnte, darüber bitte ich unſere liebenswürdige Nachbarin zu ver⸗ nehmen.

Nein, häßlich war der Scheidel gerade nicht, nahm ein Anderer der alten Herren das Wort, einer, der ſehr be⸗ dächtig ſprach und zwiſchen jedem Satze einen Zug aus ſeiner Cölner Pfeife that.Häßlich gerade nicht, er ging ſo mit. Der gute Scheidel war ein mageres, ſchwarzes Ding, von dem man glaubte, es äße ſich nie recht ſatt, oder es mache ſich allzuviel Bewegung. Er hatte etwas von einem ſchwarzen Rattenfänger an ſich und war über⸗ all zu ſehen. So ſagten nämlich damals alle Mädchen meiner Bekanntſchaft.

Ja, in dem Punkt war er ein verfluchter Kerl, meinte der Fabrikant,und, ſetzte er hinzu, indem er die Hand an den Mund hielt, als wolle er etwas im Vertrauen mit⸗ theilen, dabei aber nicht im Geringſten leiſe ſprach,unſere verehrungswürdige Freundin dort kann ſich gratuliren, daß ihr Herz nicht von den Pfeilen ſeiner glühenden Augen