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mocht, dieſe Auslage zu machen, und der gewöhnlichſte Teller, das einfachſte Glas mußte die Stelle ſeines reich verzierten Vorgängers vertreten.
Die Herren befanden ſich im Wohnzimmer, und auf
dem Tiſche, an dem ſie plaudernd und rauchend ſaßen, ſtanden alte beſtaubte Weinflaſchen, ebenfalls Zeugen einer längſt vergangenen Zeit, die aber mit ihrem Inhalte dem feinſten Kenner willkommen geweſen wären. Daß dieſer Inhalt kräftig und erheiternd war, ſah man an den leuch⸗ tenden Blicken der Umſitzenden, hörte man aus ihrem ani⸗ mirten Geſpräch, ſowie aus abgebrochenen Melodieen uralter bekannter Lieder, die plötzlich wie eine Rede illuſtrirend ohne beſondere Veranlaſſung ertönten. Es mochten mit dem Hausherrn acht der Freunde hier verſammelt ſein, zwiſchen denen man als einzige Frau Madame Duvallet mit ſehr heiterem Geſichtsausdrucke be⸗ merkte. Neben ihr ſaß der Stadtrath Scheidel, der ein ſeit vielen Jahren bekanntes Geſprächsthema auf gerade nicht neue Art variirte; er unterhielt nämlich ſeine lang— jährigen Bekannten zum Gott weiß wie vielſten Male von den Gefühlen, die ſein Herz, das eines jungen, der Schreiberei befliſſenen Menſchen, berührt hätten, als er damals mit den ſcharfen Augen eiferſüchtiger Liebe entdeckt, wie Francois Duvallet der erkorene Glückliche ſei.
„Die Schreibſtube im Rathhauſe,“ ſeufzte der alte Stadtrath,„wüßte davon zu erzählen; es waren finſtere Gedanken, die mich beſchäftigten, faſt Selbſtmordideen, und wer weiß, was geſchehen wäre—“
„Wenn Sie nicht glücklicher Weiſe zu jener Zeit,“ er⸗ wiederte lachend die Commerzienräthin,„gegenüber Ihren Fenſtern der Schreibſtube des Rathhauſes die künftige Madame Scheidel entdeckt hätten.“
„Ja, aber deren erſter Anblick mich eigenthümlich traurig
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