ausgeführt wurden. Was das letztere anbelangte, ſo traute er nur ſeinen eigenen, ſehr ſcharfen Augen, weßhalb denn auch die Commis, Lehrlinge und Knechte in keinem Maga⸗ zin des weitläufigen Hauſes ſicher waren, Herrn Duvallet nicht plötzlich vor ſich ſtehen zu ſehen und zu bemerken, daß ihm ein einziger Blick genügte, um irgend eine kleine Unordnung zu finden, habe ſich dieſelbe auch in die entfern⸗ teſte Ecke des Gewölbes zurückgezogen.
Die Ehe des Eommerzienrathes war erſt nach Verlauf von mehreren Jahren mit einer Tochter geſegnet worden, welches Kind Vater und Mutter grenzenlos liebten. Frei⸗ lich hatte Herr Duvallet bei ihrer Geburt achſelzuckend ge⸗
ſagt:„es hätte auch ein Bube ſein können,“ und auch ſpäter zuweilen, als Jahr um Jahr verſtrich, und ſie das einzige Kind blieb, hatte er dies Wort bei ſich wiederholt und mit der ſtillen Bemerkung:„es wäre Schade, wenn das Geſchlecht der Duvallet mit mir ausſterben ſollte. Dieſer Name hatte einen guten Klang in Frankreich; les Duvallets,“
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ſprach er alsdann in tiefem Nachdenken vor ſich hin, und konnte wohl leiſe hinzufügen:„les Seigneurs Duvallets. — Ahl wer kann das Schickſal ändern; es iſt doch viel⸗ leicht gut ſo.“
Daß aber der Commerzienrath ſeine ganze Sorgfalt, all' ſeine Zärtlichkeit auf die einzige Tochter concentrirte, zeigte er in der Liebe, in der Umſicht, mit welcher er die Spiele des Kindes zuerſt beaufſichtigte und ſpäter Sorge trug für die Erziehung des heranwachſenden Mädchens.
Alice Duvallet war jetzt ſechzehn Jahre alt und ein auffallend ſchönes und dabei gutes und freundliches Mäd⸗ chen von tiefem, weichem Gefühl und großer Herzlichkeit. Sowohl das Innere wie das Aeußere von Vater und Mutter war in ihr zu einem harmoniſchen Ganzen ver⸗ einigt; an ihr ſah man des Vaters feine, ſchlanke Figur,
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