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ungeduldigen Accorden, und wenn wir je zuweilen ein Piano vernehmen, ſo iſt es eine leiſe Klage, ein Ausdruck der Schwermuth, wenigſtens der Unzufriedenheit.
Sollten die vier erleuchteten Fenſter zwei Wohnungen bilden? Dann wäre es uns erklärlicher, dort den Scherz, die Luſtigkeit, hier Ernſt, ja Trauer walten zu hören. Aber das ſcheint nicht ſo zu ſein; jetzt bemerken wir einen Schatten beim erſten Fenſter, der nun nach einer kleinen Pauſe am zweiten, dann am dritten und vierten ſichtbar wird. Weßhalb uns das Treiben der Leute da oben intereſſirt, wiſſen wir im Augenblick nicht anzugeben. So könnten wir ſprechen, wenn wir minder aufrichtig wären, da wir uns aber nie mit derartigen Verſtellungen abgege⸗ ben, ſo erklären wir dem geneigten Leſer einfach, daß dort oben hinter den vier erleuchteten Fenſtern unſere wahrhaf⸗ tigen aber ſehr einfachen Geſchichten beginnen, und laden ihn ein, uns dort hinauf zu folgen. Sollte aber Jemand nach unſerem gemeinſchaftlichen Spaziergange bis hieher unſere fernere Bekanntſchaft nicht fortzuſetzen wünſchen, ſo können wir nichts thun, als ihm oder ihr bedauernd eine gute Nacht und einen ſanften Schlaf wünſchen.
Droben hinter den vier erleuchteten Fenſtern befinden ſich Geſellſchaftszimmer und Salon des Commerzienrathes Duvallet, eigentlich Zimmer der Frau Commerzienräthin; denn er, ſonſt des Hauſes Gebieter, war in dieſen Räumen, die bei feſtlichen Gelegenheiten geöffnet wurden, nur ge⸗ duldet. Die Frau Commerzienräthin verwahrte die Schlüſſel dieſer Appartements bei ſich, hüllte am andern Morgen nach irgend einer großen Geſchichte eigenhändig Sopha und Stühle in Ueberzüge von weißem Baumwollenſtoff, umhing den Kronleuchter mit einem ſogenannten Fliegengarne, ſchloß die Jalouſieläden und pflegte dann zu ſagen, nachdem ſie wohlgefällig ringsum geſchaut:„So, jetzt ſind die Zimmer
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