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wir uns dem Orte nähern, wo uns Freunde willkommen heißen, wo vielleicht ein herzlicher Händedruck, ein unaus⸗ ſprechlicher Blick uns ſagt, daß man uns lange erwartet.
Seitwärts blickend nach dem einſamen Licht iſt es uns, als leuchte es auch einem einſamen Weſen, das vor ihm ſitzt und vielleicht mit gefalteten Händen in die Flamme ſtarrt,— einem Weſen, das zuweilen tief ſeufzend um ſich ſchaut und vergeblich Jemanden ſucht, deſſen glän⸗ zende Augen wohl noch geſtern in eben dieſe Lichtflamme blickten und heute ſchon weit, weit dahin von ſeiner Seite geriſſen iſt. Auch können wir uns beim Betrachten eines ſolchen Scheines des Gedankens nicht erwehren, er leuchte einem ſtillen Krankenlager und ſei zugleich der Umgebung draußen, Wald und Feld, den träumenden Blumen vor dem Hauſe, dem nickenden Rebenlaub am Fenſter, ein Zeichen, daß ſie, wenn auch ſchwer und kurz athmend, die ſchöne Erde noch nicht verlaſſen habe,— ſie, die in Wald und Feld wandelte, die ſchönſte Roſe unter ihren Roſen.
So denkend ſchreiten wir weiter und blicken während⸗ dem wahrhaft ängſtlich nach dem Lichtſchein zurück, immer fürchtend, er löſche aus und wir müſſen es alsdann mit⸗ empfinden, wie die Blumen vor dem Hauſe, das Rebge⸗ winde am Fenſter zuſammenſchauern, da ſie in dieſem Augenblicke geſtorben iſt, weil nun ihre weiße Hand nie mehr zwiſchen den Ranken ſichtbar werden, weil nun ihr leuchtendes Auge nie mehr auf den bunten Blumen ver⸗ weilen wird.— Vorbei! vorbei!— wir ſelbſt oder unſere Gedanken vor dem traurigen Bilde, das uns unſere Phan⸗ taſie erſchaffen.
Warum ſoll denn dort unten gerade Trauer und Schmerz eingekehrt ſein? Warum ſoll des Todes unerbitt⸗ liche Hand jetzt gerade eine Blüte abgeſtreift haben? Sind wir doch im Frühling und hat der finſtere Schnitter doch
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