Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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uns ausmalen, je finſterer und wilder die Nacht iſt, die uns umgibt. Bei dem milden Lichte des Mondes ſind wir nicht ſo geneigt, den Schein dort vor uns freund⸗ liche Gegenſtände, heitere Geſichter beleuchten zu laſſen; da iſt unſere Seele getheilt und möchte ebenſo gern in der lauen Abendluft verweilen wie eindringen in die Mauern des Hauſes. Ja, da würden wir am Ziele einer nächtlichen Wanderung es nicht ungerne ſehen, wenn der Lichtſchein eine Laube vor dem Haus phan⸗ taſtiſch erhellen würde, die Zweige der Bäume vergol⸗ den, die Blätter zu Smaragden verwandeln, und wenn uns alsdann draußen im Freien ein freundlicher Hand⸗ ſchlag willkommen hieße. Aber Jemanden, der an einem heiteren, duftigen Abend in ſeinem Zimmer ſitzt, in den Schein des Lichtes blickend, dem können wir, ohne großes Unrecht zu begehen, nachdenkliche, vielleicht wohl gar kum⸗ mervolle Züge geben.

Wenn wir alſo in der Nacht ſo dahinwandeln, vor uns ſpähend, ob ſich das erſehnte Ziel nicht mit Lichter⸗ glanz oder dem dumpfen Brauſen der Stadt anzeigen will, und wir ſchon im Voraus beim erſten Strahl, der ſich uns zeigt, den traulichen uns ſo wohlbekannten Kreis 8 zu überblicken glauben, ſo erweckt ein Licht, das plötz!. aus irgend einem Thale aufblitzt, an dem wir entfernt

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4 vorüberſchreiten, das wir hinter uns laſſen, ganz andere, A A

meiſtens ernſte, ja häufig traurige Phantaſieen; wir möchten*.

1 wiſſen, weſſen Züge es beſcheint, wem es leuchtet, was es* beleuchtet. Daß es dort aus der Dunkelheit einſam her⸗ A

1 über blickt, läßt in uns ſchon die Idee des Allein⸗ und 1.

Verlaſſenſeins auftauchen. Bleibt es doch hinter uns in der finſtern Nacht, während wir jenem Sammelplatz von Licht und Glanz, von Menſchenſtimmen, Wagengeraſſel, Muſik, Lachen und Plaudern entgegenſchreiten; während