Teil eines Werkes 
5. Bd. (1863)
Entstehung
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denen id die Ihnen nſeres küchtig durch,

Licht nach dunkeln Stunden. 281

als behagliche Exiſtenz des jungen Paares droben auf dem

Schloſſe der Fontana geſorgt werden ſolle.

So war denn der Abend gekommen, und am Bord des Lotus vernahm man unter dem taktmäßigen Geſange der Matroſen das Klirren der ſich langſam aufwindenden Anker⸗ kette; aus dem Schornſteine ſtiegen dunkle Rauchwolken in die klare Abendluft empor, und alle unſere Bekannten be⸗ fanden ſich auf dem Halbdecke des Schiffes, mit gemiſchten Empfindungen die maleriſche Wand des Poſilippo betrach⸗

tend, die, jetzt in tiefe, ernſte Schatten gehüllt, zu der Stim⸗

mung manches der erregt klopfenden Herzen zu paſſen ſchien. Dort oben lag die Villa San Antonio, heller hervorleuch⸗ tend aus dem dunkeln Grunde der Orangen, Citronen, des Lorbers und der ſchwarz aufſteigenden, majeſtätiſchen Cypreſſen.

In dem Lichte des Abends wehte es von dem Orte, wo Francesca ſo ſehr geliebt und ſo ſehr gelitten, wie ein

Hauch der Trauer auf ſie herab und ließ ſie gern ihren Blick in die Höhe erheben, wo über dem alten Kloſter auf

der Spitze des Berges, hoch über den rieſigen, dunkeln Pi⸗ nien ein weißes Gewölk am Himmel ſchwamm, welches, die letzten Strahlen der ſinkenden Abendſonne empfangend, nun wie eine prachtvolle Feuerroſe aufblühte, im Widerſchein weit⸗ hin den Golf entzündete und vergoldete und ihr wie die Bürgſchaft für eine lichte, glückliche Zukunft erſchien.

Der kleine Dampfer ſchwankte jetzt, ſeiner Kette ledig, auf der wogenden Flut kaum merklich hin und her; der Schiffs⸗Kommandant trat mit einer Frage vor Se. Herrlich⸗ keit hin, welche dieſer bejahte, worauf Richter, der ſich ver⸗