Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Errichtung eines ländlichen Theaters.

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brette, Mademoiſelle Jette, welche in ihren Freiſtunden Kinder⸗ erzieherin bei der Prinzipalin war, hatte bei der oben erwähnten Einrichtung des Theaters nur in ſo fern Dienſte geleiſtet, als es die Garderobeſtücke auf den Heuboden ſchaffte, die Stühle gerade rückte und dieſelben nachzählte, worauf ſich die Prinzipalin einen Ueberſchlag machte, welche Summe bei dem vollen Hauſe ein⸗ genommen werden könne. Nur die Schwägerin des Direktors hatte ſich bei den Arbeiten im Saale ſelbſt aufgehalten und aller⸗ lei kleine Handleiſtungen gethan, zuerſt an der Seite Eugen's, dann, als dieſer ſich durchaus nicht dankbar dafür erwies, bei dem Herrn Sidel, und ſpäter, als der herzloſe Schulmeiſter ſich eben⸗ falls für dieſe Herablaſſung durchaus nicht gerührt und erkenntlich zeigte, bei dem Herrn Hannibal, der, obgleich anfänglich beſtürzt und überraſcht von der Freundlichkeit der großen Künſtlerin, ſich doch im Laufe der Arbeit ſehr geſchmeichelt und hoch geehrt durch die Aufmerkſamkeit fühlte und, als dies Seitens der Dame ſehr günſtig aufgenommen zu werden ſchien, nun keinen Nagel mehr einſchlug und kein Brett mehr verrückte, ohne ſich zuvor in den grauen Augen ſeiner Zuſchauerin Raths erholt zu haben. Endlich war Alles beendigt, und die ganze Geſellſchaft ließ ſich auf den Stühlen vor der Bühne nieder, um das vollbrachte Werk im Allgemeinen überſehen zu können. Eugen und der luſtige Rath ſaßen ziemlich vorn an, bei ihnen der Direktor und Fami⸗ lie, mit Ausnahme der hellblonden dürren Schwägerin, welche ſich mit Herrn Hannibal auf den zweiten Platz begeben hatte, nur um zu ſehen, wie ſich von dort aus die Bühne ausnehme. Es ſah Alles recht nett aus; die Fäſſer, auf welchen das Podium ruhte, waren ebenſo wie der Souffleurkaſten mit rothem Zeuge drapirt, der Vorhang war aufgezogen, und auf der Bühne war die Walddekoration ſichtbar.

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