Vierzigſtes Kapitel.
anlaſſung drei, vier Mal mit einer wahren Wuth aufs Neue an⸗ greifen; oft ließ er dabei ermattet die Arme ſinken, um immer wieder aufs Neue anzufangen, und dabei ſchaute er mit wildem, eiferſüchtigem Blick um ſich herum, ob ſich Jemand vielleicht unterſtehe, in ſeine Nähe zu kommen oder ihm gar helfen zu wollen.
Die Arbeiten der Herren Wellen und Müller bei dieſem Geſchäfte waren eigentlich nicht der Rede werth; ſie beſchränkten ſich mehr auf Handlangerdienſte, auf das Darreichen einzelner Stücke, auf das Aufwickeln und Ordnen durch einander gerathe⸗ ner Schnüre. Der Thätigkeit des Herrn Hannibal dagegen müſſen wir volles Recht widerfahren laſſen; denn wenn wir auch dem Schauſpieldirektor nicht verrathen dürfen, ſo darf doch der Leſer es wiſſen, daß nämlich der getreue Pierrot ſeine Laufbahn als Menſch und Staatsbürger in einer Schreinerwerkſtätte be⸗ gonnen hatte, aber nicht lange da verblieben war, weil ſeine An⸗ ſichten vom Arbeiten im Allgemeinen mit denen ſeines Meiſters nicht in Einklang zu bringen waren, namentilich aber, weil er durchaus keine Neigung in ſich verſpürte, ſich zum Kindererzieher heranzubilden, was dagegen die Meiſterin für die Hauptbeſchäfti⸗ gung eines Lehrjungen anſah.
Herr Hannibal half dem herbeigerufenen Zimmermann ſo⸗ gar bei jenem Verbindungsgange zwiſchen Theater und Heuboden, was ihm ein ſpezielles Lob des Direktors eintrug, der ihm auf die Schultern klopfte und ihm erklärte, er glaube beſtimmt, daß Hannibal noch ein tüchtiges Mitglied der Geſellſchaft werden würde.
Das weibliche Perſonal, aus den beiden Damen der direktor⸗ lichen Familien beſtehend, ſowie aus einer kleinen dicken Sou⸗


