Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Bedeutendes und anhaltendes Herzklopfen des Herrn Sidel.

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ihre Morgenſuppe verzehrten. Jedes hatte ein kleine Schüſſel vor ſich und arbeitete mit einem zinnernen Löffel wacker darin herum; 1 hinter ihnen aber ſtand der vorhin erwähnte vortreffliche Herr Trommler und hatte ebenfalls einen Löffel in der Hand, aber offenbar keine Schüſſel zu ſeiner Verfügung; denn er ſpeiste ab⸗ wechſelnd mit den Kindern, welche ſich hiedurch außerordentlich beluſtigten und dieſes ganze Geſchäft wie einen großen Spaß zu betreiben ſchienen; denn bald rief das Eine, bald das Andere: Jetzt mußt du aber auch mit mir eſſen, Trommler! Du willſt ja heute Morgen gar nichts von mir; mit den Andern, ſagte ein kleiner, friſch ausſehender Junge, der zweitälteſte Sprößling des Direktors,haſt du ſchon vier Mal gegeſſen, und mit mir noch gar nicht.

Das iſt in der That wahr, ſagte lächelnd der arme Künſtler und folgte augenblicklich dem Verlangen, das man an ihn geſtellt. Es war ganz merkwürdig; obgleich auch er dieſe Ge⸗ ſchichte als einen großen und köſtlichen Spaß anzuſehen ſchien und demgemäß mit einer freundlichen Herablaſſung mit den Kin⸗ dern ſpielte, während er ihre Suppe verſuchte(ungefähr gerade ſo, wie es ein hoher militäriſcher Beamter in der Kommißküche zu machen pflegt), ſo nahm er doch ſeine Löffel recht voll und auch jedes Mal ein tüchtiges Stück Brod dazu, und dann lachten alle Kinder und der Trommler mit.

Sieh da, ſagte Herr Sidel lachend,das iſt ja unſer freundlicher College und, wie mir ſcheint, in der Rolle als Kinder⸗ freund. Wir ſollten ihn zu unſerem Frühſtück einladen, ſagte er leife zu Eugen;der arme Menſch ſcheint mit der Spielerei dort einen ernſten Zweck zu verbinden, dieſe Suppe wird wohl das Einzige ſein, was er für den Morgen zu erſchwingen vermag. Verſteht ſich, ſagte Eugen, und während er unter die