Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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Joſeph Pierrot fällt in einen Blumenkorb.

Ich will Euch ſagen,wie die Sachen ſtehen, fuhr die Frau anſcheinend unbefangen fort, ohne ſich um die wüthende Geberde des Bedienten zu bekümmern. Ihr handelt nicht im Auftrage Eures Herrn, das heißt, Eures Herrn Stillfried; Ihr habt andere Weiſungen, Befehle, die ein ſchönes, ſchweres Geld eintragen, die Ihr aber ohne meine Hülfe nicht ausführen könnt. Was wollt Ihr mich nun betrügen, indem Ihr mir ein paar lumpige Gulden hinwerft und alsdann den Gewinnſt allein ein⸗ ſteckt? Nein, lieber Joſeph, ſeid offen und ehrlich mit mir; heraus mit der Sprache, ſagt mir, um was es ſich handelt; glaubt mir, die Frau Schilder kann Euch auch hierin gute Dienſte leiſten. Sagt dem Herrn Juſtizrath, es wäre mir ſehr unangenehm, wenn ich ſeine Kundſchaft verlieren müßte.

Schilderin, Schilderin, Ihr ſeid ein Satan! rief entſetzt der Bediente und ſchob ſeinen Stuhl mit einem ſcheuen Blick auf die Wirthin einen Fuß breit zurück.

Laſſen wir dergleichen Complimente bei Seite! antwortete dieſe,ſchenkt mir reinen Wein ein; wir haben ſchon ſo manch⸗ mal ehrlich zuſammen gehandelt, warum ſollten wir es nicht auch dieſes Mal thun? Und glaubt nicht, fügte ſie ſpöttiſch lächelnd hinzu,daß Ihr mir da ſo ungeheuer viel Neues ſagt; was gilts, ich will Euch den ganzen Handel erzählen, und wenn ein unwahres Wort daran iſt, ſo will ich weder für mein Zimmer, noch für meine Hülfe einen Kreuzer haben.

Von Joſeph's Geſicht war alle Pfiffigkeit verſchwunden, und es war nichts übrig geblieben, als Pierrot's dumme, glotzende Züge.

Da wär ich wirklich begierig, ſagte er nach einer Pauſe, was Ihr da über meinen Herrn ausgeheckt habt. Ich geſt he ich wäre neugierig, das zu hören.