Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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Eine ſchöne Tochter iſt ſchwer zu hüten. 25

dem Schnurrbart, da käme es dir nicht darauf an, mir eine Roſe ins Knopfloch zu ſtecken. He, Jungfer Schoppelmann? he, ſchöne Katharine? Von wem ſpricht denn der Bub' eigentlich? ſagte die Mutter und ſtieß ihre Tochter mit dem dicken Ellbogen an den Arm.Das ſind auch gewiß nur wieder von ſeinen dummen 1 Phantaſieen! Nicht wahr, Katharine? Die Sache mußte doch nicht ſo ganz auf der Phantaſte des Bruders beruhen; denn als er ſo von dem braunen Frack und dem blonden Schnurrbart ſprach, zuckte das Mädchen ganz leiſe zuſammen, und die glühende Röthe ihrer Wangen wich einer augenblicklichen Bläſſe, die, auf der hohen Stirn anfangend, ſich mit Blitzesſchnelligkeit bis auf die heftig athmende Bruſt fortſetzte. Nun, Katharine, wiederholte die Mutter,was will er b damit ſagen? Leg' ihm ſeine böſen Reden! Sie wird ſie mir nicht legen! ſagte triumphirend der Bruder und trommelte mit ſeinem Meſſer auf den Tiſch.Siehſt

du, Kätherle, es iſt beſſer, wenn du nicht ſo herausfordernd

thuſt!

Und was willſt du damit ſagen? rief die Mutter und ſtützte beide Arme auf den Tiſch;was ſoll das heißen?

Ja, das möchte ich auch wiſſen, ſagte Katharina,was und wen er damit gemeint hat!

Was und wen? lachte der Fuhrmann.Was? den

) Blumenhandel, und wen? einen gewiſſen Herrn Eugen;z die

r Jungfer Katharine kennt ihn ſchon.

Du kennſt ihn ſchon? ſagte die Mutter und blickte die Tochter bedenklich an. 4