drießlichen Geſichte und ſetzte hinzu,„das war alſo in Baltimore, und Sie wiſſen genau, daß dieſer junge, hoff⸗ nungsvolle Mann Schripps heißt, und nicht zufällig Schropps, wie ich?“
„Schripps nannte er ſich,— doch Ihre Frage, mein werther Herr, läßt mich vor Freude erbeben. Sollte ich vielleicht das außerordentliche Glück haben, in Ihnen einen Verwandten meines guten, lieben, treuen Freundes vor mir zu ſehen, einer edlen Seele, die, weil ſie ſich lange in dürftigen Umſtänden befand, aus Schonung den Namen Schripps angenommen, o, es ſähe dieſem jungen, braven Manne ſo ähnlich— ſo ähnlich!“
„Ja, es ſähe ihm recht ähnlich!“ meinte Herr Schropps in einem kalten Tone.
„Ach, du mein Himmel, ach, ach!“ rief Fräulein von Wanner,„ſollte das am Ende gar Ihr Neffe ſein, Herr Schropps, der damals— hier war— auf der Zigeuner⸗ inſel— in Ihrem Hauſe, und der auf ſo räthſelhafte Art verſchwand, was böſen Menſchen Veranlaſſung gab zu ſo widerwärtigen Reden?“
„Das wäre allerdings möglich,“ erwiederte Herr Schropps mit einer unmuthigen Bewegung,„doch habe ich mich damals um die widerwärtigen Reden böſer Leute gerade ſo wenig bekümmert, als ich mich heute ergriffen fühle von dem Lobe jenes Herrn Schripps, ſelbſt wenn er in der That mein Neffe wäre. Daß ich ihm alles Glück wünſche, können Sie mir glauben, mir aber wünſche ich, daß unſere Pfade ſich in dieſem Leben nie mehr kreuzen möchten.“


