——
eee
„
„Ach, wie mich das ſchmerzt, wie mich das ſchmerzt!“ rief Herr Schleimer unter einem melancholiſchen Kopf⸗ ſchütteln,„wie meine Freude plötzlich erſtirbt unter Ihren harten Worten, edler Mann, ja, die Freude, die mich durchdrang, als ich in Ihnen einen Verwandten meines theuren Freundes zu entdecken ſo glücklich war! O, wär' er nur ſelber hier! Könnten Sie ihn ſehen, könnten Sie aus ſeinen Worten hören, in ſeinem treuherzigen Blicke leſen, daß ich Ihnen noch zu wenig geſagt über die ſegens⸗ reiche Verwandlung, die auch in ſeinem Inneren vor⸗ gegangen. Doch wer darf nicht hoffen, würdiger Mann, wer ſollte nicht hoffen, wer müßte nicht hoffen, daß es den Umſtänden, der Zeit, vor Allem aber der allmächtigen Güte Gottes gelingen ſollte, zerriſſene Familienbande wieder
anzuknüpfen, zum Heile Aller?!“
„Dieſe Hoffnung iſt recht hübſch von Ihnen, Herr Schleimer,“ erwiederte Herr Schropps, indem er aufſtand und nach ſeinem Hute langte, den er neben ſich auf einen Stuhl gelegt hatte.„Was mich indeſſen betrifft und auch wohl meinen Bruder Nathan, ſo hoffen wir etwas Anderes: daß es nämlich dem Herrn Schripps⸗Schropps in Balti⸗ more ſo vortrefflich gehen möge, um ihm jede Luſt zur
Rückkehr nach der Heimat zu benehmen.“
Dann machte
er dem Herrn Reiſeprediger und Agenten eine etwas förm⸗ liche Verbeugung und wandte ſich mit den Worten an Fräulein von Wanner:„Ich bedauere recht ſehr, Ihre Zeit heute Morgen ohne Nutzen in Anſpruch genommen
zu haben, und werde mir erlauben, einer geſchäftlichen


