Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
Entstehung
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aus welcher am Fuße der Hügelkette ein gewundener Weg abzweigt, gerade da, wo ein von oben herabkommendes, murmelndes Bergwaſſer ein kleines, natürliches Steinbecken füllt, um, durch Riſſe und Sprünge wieder entweichend, ein Bächlein zu bilden, das ſich wie ein Silberfaden durch die ſaftig grünen Wieſen dahinſchlängelt.

Doch nicht einmal mit den Blicken wollen wir ihm für heute folgen, nicht zurückſchauen nach der fern, fern abliegenden großen Stadt, mit ihren dunklen, feuchten Straßen, ihren hellen und trüben Häuſern, ihrem Dunſt und ihrem Lärm jener Stadt, die wir genugſam ken⸗ nen, die für uns nicht viel angenehme Erinnerungen birgt und der wir es deßhalb gönnen, daß ſie trotz dem wun⸗ derbar klaren Frühlingsabend wie in Dunſt und Nebel gehüllt erſcheint.

Aufwärts alſo, aufwärts durch ein friſch⸗grünes Buchengehege, vorüber an all' den Schönheiten, womit die freigebige Natur einen ſolchen Waldweg durch nickende Gräſer, rankende Pflanzen, ſchimmernde Blüthen und weiche Mooſe auszuſchmücken verſteht.

Nun ſind wir oben, am Fuße der kunſtloſen Terraſſe, an dem einfachen Holzgitter, das ſie von dem Waldwege trennt.

Hier bleiben wir einen Augenblick ſtehen, um den mächtigen, markigen Tönen eines Flügels zu lauſchen, der, mit Meiſterſchaft geſpielt, uns noch lange feſſeln würde, wenn die Muſik nicht plötzlich aufhörte.

Hackländer, Kainszeichen. IV. 17