Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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Celliſt,ſeht doch wieder einmal die Wahrheit des Sprüchworts: Gott verläßt keinen durſtigen Muſikanten. Wohin aber willſt du uns führen, Meiſter der Tonkunſt! Wo es gut iſt und doch nicht allzu theuer; ich denke, wir gehen in den Sterngarten, dort weiß ich eine kleine Laube, dicht am Ufer des Fluſſes, wo man über ſich durch die Zweige das Leuchten der Sterne ſieht und auf dem Waſſer den ſilbernen Glanz des Mondes. Ich wäre allein hingegangen, es iſt das aber in der Einſamkeit ein ge⸗ fährliches Plätzchen, und wenn ſpäter nach einem hitzigen Kampfe mit den Geiſtern des Weines ſo allerlei ſeltſame Gedanken in einem aufſteigen und man an den nüchter⸗ nen, trübſeligen Morgen des andern Tages denkt, ſowie an manch Anderes, ſo beugt man ſich gar zu gern über die Brüſtung der Terraſſe und ſchaut ſehnſuchtsvoll in den ruhig dahinfließenden tiefen Strom. Wenn du es ſo anſiehſt, ſo iſt es Chriſtenpflicht und ein Werk der Barmherzigkeit, dich zu begleiten. Ja, und dich nicht zu verlaſſen, bis der letzte Groſchen vertrunken iſt. Der Celliſt aber deklamirte: Auf, Page, folge meinen Pfaden Hinaus mit Tambouringeklirr, Heut' Abend will ich ſerenaden, Daß fluchen ſollen die Alcaden Bis an den Guadalquivir. Unter dem Pagen aber verſtand er den kleinen, bar⸗ füßigen Jungen, der das Inſtrument auf dem Rücken