Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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320 Vierundſechzigſtes Kapitel.

Ja, ja, unterbrach er darauf ſein Lied,wenn es nur bald einmal losginge! Es iſt nichts langweiligeres, als hinter einem ſo geladenen Ding zu ſtehen, und eine Ewigkeit warten zu müſſen. Wie iſt's denn eigentlich mit Ihm? wandte er ſich an eine kleine dünne Perſon, die neben ihm ſtand, und mit zuſammengelegten Händen auf den ſtillen Fluß hinab⸗ ſchaute und dabei ein Mal um das andere Mal ausrief: Ach wie ſchön, wie außerordentlich ſchön und poetiſch; faſt unerträglich ſchön!

Wie ſteht's denn eigentlich mit der Schießcourage, Wind⸗

ſpiel? Können wir darin etwas leiſten, oder fallen wir beim

erſten Schuß um, wie eine ohnmächtig gewordene Fliege?¹

Wir ſollten uns doch lange genug kennen, Herr Wurzel als daß Sie nöthig hätten, an meinem Muthe zu zweifeln. Ich denke, ich habe Ihnen bewieſen damals es war eine harte, eine poetiſche Zeit, es war eine traurige Zeit.

Allerdings, gab der Kupferſtecher zur Antwort, indem er mit der Hand über das Geſicht fuhr und ſich dann in dem dichten Barte zauste,reden wir nicht davon, ich muß ſo oft genug daran denken.

Ja, ja, ſeufzte der kleine Kellner,das hätte er noch mit erleben ſollen, hier der ſchöne Tag auf der Schanze, das Schießen mit den Kanonen, es hätte ihn unſäglich gefreut Gott hab' ihn ſelig.

Das wird er, ohne alle Frage, meinte der Andere, es wäre ſonſt keine Gerechtigkeit da oben; er war eine gute,

treue und ehrliche Seele; ſo vom Schlage der alten, biedern

Nitter.. Während unſere beiden Freunde dieſes kleine Zwiegeſpräch hielten und dabei fleißig nachſpähten, ob ſich auf dem Wege