Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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316 Vierundſechzigſtes Kapitel.

Gewiß, Frau Gräfin, Ruhe, und wenn Sie erlauben, mit Hintanſetzung aller Poeſie eine Cigarre.

Zugeſtanden. Dorthin, ſagte die Gräfin nach einer Pauſe,weißt du auch, was dort hinaus liegt?

Ob ich es weiß, Eugenie! Gerne hätte ich dich vorüber geführt, aber ich habe mir gedacht, wir fahren in den näch⸗ ſten Tagen dahin und bleiben einen Tag da der Neffe des Jägers und ſein Weib.

Das iſt prächtig, Hugo; ich beſorge die Küche, nach dem Eſſen ſchlafe ich in dem alten Stuhle ein und du er⸗ ſcheinſt wie damals am Fenſter.

Der Neffe des Jägers.

So fuhren die Beiden dahin, glücklich, ſelig. Es war ordentlich, als wenn der Wald lauſchte bei ihrem fröhlichen Lachen und als ob das Echo ſich ein wahres Vergnügen daraus mache, dieſes Lachen immer weiter und weiter unter die alten Stämme zu bringen.

Das Schloß Stromberg lag an einem Abhange, deſſen Plateau ein prächtiger Wald bedeckte mit uralten Bäu⸗ men, der mit dem feinſten Geſchmack und der größten Sach⸗ kenntniß zu einem der herrlichſten Parke umgeſchaffen war, den man nur ſehen kann. Klares, kühles, reichliches Waſſer ſtrömte von einer anſtoßenden, höher liegenden Bergkette herab, bildete hier einen Waſſerfall, der ſchäumend über die Felſen in einer wilden Waldpartie herab toste, um ſich dann langſam durch eine Wieſe zu ſchlängeln, die mit dichtem Ge⸗ büſch umgeben war, an deren Saume zuweilen ein mächtiger Edelhirſch erſchien, um, wenn rings Alles ruhig und ſtill war, ſeine Kühe auf die ſaftige Weide zu führen.

Das Schloß war ein mächtiges Gebäude, aber im hei⸗