Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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312 Viernndſechzigſtes Kapitel.

Blicken am Eingange ſtehen blieb und mit einer Handbewe⸗ gung ſagte:

Sind Sie mit der Aufſtellung zufrieden?

Was hier aufgeſtellt war, kann ſich der geneigte Leſer, der unſerer wahrhaftigen Geſchichte mit einiger Aufmerkſamkeit gefolgt iſt, wohl denken. So ſehr ſich auch der Graf freund⸗ licher Weiſe das Anſehen gab, Alles dies ſcheinbar aufs höchſte überraſcht zu bewundern, ſo kannte er doch einen großen Theil dieſer Vaſen, Krüge, Lampen aufs allergenaueſte, denn er hatte ſie dem eifrigen Sammler durch allerlei Zwi⸗ ſchenträger zukommen laſſen, offizieller Sendungen nicht zu ge⸗ denken, die er ihm hatte aus Italien ſchicken laſſen.

Nachdem die Sammlung gehörig bewundert war, ſtiegen auch ſie die Treppen hinauf, wo ſie oben auf dem Gange die Baronin fanden, die ſich jetzt wieder ſo weit gefaßt hatte, um ihren Schwiegerſohn zu bewillkommnen. Sie that das mit wenig Worten, aber als ſie mit vor Rührung zitternder Stimme hinzuſetzte:Wie iſt Eugenie ſo froh, ſo glücklich zurückgekehrt! Da wallte ihm das Herz auf, er preßte ſeine Lippen heftig auf einander, und aufgeregt, wie auch er war, mußte er unwillkürlich mit den Augen zwinkern.

Drunten hatte unterdeſſen der Poſtillon ausgeſpannt, ſein reichliches Trinkgeld empfangen, auch noch einen kühlen Labe⸗ trunk aus einem dickbäuchigen irdenen Kruge, den er wieder⸗ holt an die Lippen ſetzte, um ihn gänzlich zu leeren, was ihm als am heutigen feſtlichen Tage unumgänglich nothwendig vor⸗ geſtellt wurde und wozu es auch nicht vieler Ueberredungs⸗ kunſt bedurfte. Zum Danke dafür half er dem Kutſcher des Grafen den prächtigen Viererzug Brauner einſpannen, welcher