Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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310 Vierundſechzigſtes Kapitel.

in dieſem Augenblicke die Bedienten vom Bock herabgeſtürzt hatten, um den Schlag zu öffnen, ſo war ihnen doch Graf Helfenberg zuvor gekommen. So leicht und gewandt wie nur in früheren Zeiten ſprang er auf den Boden, nahm als⸗ dann Eugenie in ſeine Arme und ließ ſie erſt wieder dicht vor dem alten Vater auf den Boden. Es war dies eine rührende Scene des Wiederſehens, und der alté Herr be⸗ trachtete ſein Kind, nachdem er es innig abgeküßt, von allen Seiten, worauf er mit einigem Stolze meinte, Eugenie ſei viel ſchöner geworden.

Ein Compliment, ſagte lachend Graf Helfenberg,für das auch vielleicht ich ein klein wenig Urſache habe, mich zu bedanken, aber

Wo iſt denn Mama? fragte die junge Gräfin mit einer etwas beſorgten Miene.

Vollkommen wohl, erwiderte der alte Herr;aber ihr wißt wohl, Kinder, wie ſie ſich bei allen Dingen aufregt; heute Morgen nun ihr könnt euch denken, daß wir ſeit vierzehn Tagen von eurer Ankunft ſprechen da hatte ſie mit der größten Entſchloſſenheit alle möglichen guten Vorſätze; zuerſt wollte ſie auf die Eiſenbahnſtation fahren, um euch dort in Empfang zu nehmen; dann meinte ſie, es ſei beſſer, wenn ſie ſich erſt am Ende unſeres Waldweges zeige, aber unterbrach ſich der Baron eifrig,was ſtehen wir hier auf dem Hofe? Kommt geſchwind herein! Mama wird es mit Recht für unverzeihlich halten, daß wir nicht zu ihr eilen. Damit faßte er den Grafen mit ſeinem rechten und die Tochter mit dem linken Arm und ſchritt mit ihnen, ſo ſchnell es ihm möglich war, dem Hauſe zu.Ja, was habe ich vordem ſagen wollen? ſprach er währenddem.