Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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Zwei Jahre ſpäter. 305

lange Peitſche berührte mit einem Zickzackhieb faſt zu gleicher Zeit alle vier Gäule, und da nun der Wagen raſch abwärts flog, ſo verſchwand auch die Stadt wieder und ebenſo das Haus mit der rothen Fahne. Unten angekommen, wo die Landſtraße wieder aufſtieg, erhob ſich einer der Bedienten, die hinten auf ſaßen und rief dem Poſtillon zu:Jetzt mußt du rethts fahren, aber thu's langſam, der Weg iſt dort nicht ganz ſauber.

Er iſt ja gemacht worden, ſagte der andere Bediente mit einem bedeutſamen Kopfnicken,und wie gemacht worden! Ihre Erlaucht wird ſich wundern.

Und Ihre Erlaucht, die junge und ſchöne Gräfin Helfen⸗ berg, die neben dem Grafen im Wagen ſaß, wunderte ſich in der That, als nun der Reiſewagen von der Chauſſee weg in den ihr wohlbekannten, früher ſo verwilderten Weg ein⸗ lenkte und da ſanft fortrollte.

Wie war das hier anders geworden! eine breite, mit weichem Sand bedeckte Straße zog ſich wie unter einer Laube dahin, denn wenn auch Gräben und Einfaſſungen rechts und links wieder hergeſtellt waren, ſo hatte man doch Bäume und Sträucher geſchont, und dieſe berührten ſich von beiden Seiten und bildeten ein breites Schattendach.

Eugenie ſah den Grafen an, der mit dem Ausdrucke innigſter Liebe ihren Blicken begegnete, dann legte ſie ihre Hand in die ſeinige und verbarg einen Augenblick das Geſicht an ſeiner Bruſt. Als ſie wieder aufſchaute, lächelte ſie durch Thränen und ſagte:

Wie dankbar bin ich dir, lieber Hugo, daß du Alles das hier ſo werden ließeſt! Weißt du wohl, daß ich mich vor dem öden Wege, den umgeſtürzten Bänken, der halb

Hackländer, Don Quixote. V. 20