Einundfünfzigſtes Kapitel.
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wie unſchlüſſig, ob er die Thür hinter ſich zumachen oder durch dieſelbe wieder zurück in das Wohnzimmer treten ſolle. Doch half ihm die Großmutter über dieſe Ungewißheit hinweg, indem ſie ſagte:„Kommen Sie jetzt nur herein; vielleicht ver⸗ zeiht Ihnen das gnädige Fräulein, daß Sie unſere Unter⸗ haltung geſtört.“
Eugenie nickte mit dem Kopfe, und der junge Mann an der Thür that einen tiefen Athemzug, worauf er langſam näher kam und ſprach:„Ich habe leider kein Recht, mein gnädiges Fräulein, mich gegen Sie zu entſchuldigen und Ihre Verzeihung zu erlangen; denn wenn ich aufrichtig und wahr ſein will, ſo muß ich bekennen, daß ich mit Abſicht Ihre Unterhaltung geſtört, da ich draußen erfahren, daß Sie hier im Zimmer ſeien.— Wenn Sie mir aber noch ſo ſehr zür⸗ nen ſollten, ſo müßte ich Ihnen doch geſtehen, daß ich nicht anders gekonnt, als hier herein zu treten, um Sie nach langer, langer Zeit wieder zu ſehen.“
Das Mädchen ſenkte den Kopf, und da ſie nicht antwor⸗ tete, fuhr der Neffe des Jägers fort:„Um Ihnen zu danken, mein gnädiges Fräulein, für das Mitleiden, das Sie dem faſt Sterbenden bezeigt, eine Theilnahme, deren ich mich wohl nicht rühmen dürfte, wenn ich nicht gar ſo leidend vor Ihnen erſchienen wäre.“— Da er fühlte, daß er faſt zu viel geſagt, ſo ſetzte er raſch hinzu:„Sie werden die Worte eines Menſchen nicht übel deuten, der vom Rande des Grabes zurückkehrt, der ſich dabei aber gern der vergangenen bitteren Stunden erinnert, noch lieber jedoch einzelner lichter, herrlicher Augen⸗ blicke gedenkt.“
Der gute Neffe des Jägers hätte aus übervollem Herzen vielleicht noch eine Stunde ſo fortgefahren, ohne zu Ende


