Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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Ein Miethwagen. 17

die alte Frau, und da dieſe zu glauben ſchien, derſelbe gebe ihr die Erlaubniß, den draußen nicht abzuweiſen, ſo rief ſie: Herein denn!

Darauf wurde haſtig die Thür geöffnet, und der Neffe des Jägers trat ein.

Ja, es war derſelbe junge Mann, den Eugenie vergangenen Sommer im Walde geſehen; es war derſelbe, bis auf ſeine Kleidung, und doch wieder ein ganz Anderer. Die alte Frau hatte vollkommen Recht; er hatte ſich wunderbar verändert; er, der ſich damals mühſam an ſeinem Stocke fortbewegte, der ermattet auf die Bank niederſank, der vor ihrer Erinnerung ſtand mit den fieberhaft brennenden Augen und den zuckenden Lippen, den leidenden Zügen, der ganzen zuſammengebrochenen Geſtalt, er trat jetzt vor ſie hin mit leichtem, faſt elaſtiſchem Schritt, mit einem glücklichen Lächeln auf dem heiteren, wohl noch bleichen, aber nicht mehr krankhaft entſtellten Geſichte, mit einem leuchtenden Blicke, mit der ganzen Hal⸗ tung eines Menſchen, der ſehr krank geweſen, jetzt aber im Bewußtſein der Geneſung fröhlich, ja glücklich wieder in die Welt eintritt.

Dem jungen Mädchen war faſt ängſtlich zu Muth, als ſie den Neffen des Jägers ſo wieder ſah; ſie ſchaute beinahe verlegen auf die alte Frau an ihrer Seite, die mit einem unbeſchreiblichen Ausdrucke in ihren Zügen dabei lächelnd bald den jungen Jäger anſchaute, bald das liebliche Mädchen.

Die Freude, welche ſich im Auge des Erſteren, ſowie in ſeinem Auftreten zeigte, machte tiefer Ehrfurcht Platz, als er die junge Dame vor ſich ſah, und er ſchien einen Augenblick Hackländer, Don Quixote. V. 2