Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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12 Einundfünfzigſtes Kapitel.

kleine Hand, welche dieſe mit einer tiefen Verbeugung be⸗ rührte; dann wandte ſie ſich gegen das Bübchen, das ſie bewunderungsvoll betrachtend daſtand, und ſagte, daſſelbe freundlich anſehend:Das iſt wohl Ihr Sohn wie heißt er?

Der Vater nennt mich Palmarum, entgegnete der Kleine luſtig,ſonſt heiße ich aber auch Franz.

Ja, er heißt Franz, verſetzte die Mutter;Brenner macht zuweilen ſeine Späße mit den Kindern und gibt ihnen ſo komiſche Namen.

Namen aus der Jägerei, bemerkte Klaus lächelnd,

Palmarum Tralarum; worauf er gegen die Thür des Nebenzimmers ſchritt, dieſe öffnete und durch ſeine laute Mel⸗ dung, das gnädige Fräulein ſei da, Engenie veranlaßte, ihm zu folgen. Die Großmutter ſaß, wie immer, in ihrem Stuhle, und obgleich ſie anſtandshalber den Verſuch machte, ſich zu er⸗ heben, ſo gelang ihr das doch begreiflicher Weiſe nicht, weß⸗ halb ſie mit einer tiefen Neigung des Kopfes ſagte:Das gnädige Fräulein müſſen ſchon mit einem guten Willen fürlieb nehmen. Wenn die Freude, Sie zu ſehen, mir neue Kräfte verleihen könnte, ſo würde ich Ihnen an der Thür entgegen eilen; aber ſo Sie ſchloß mit einem leichten Seufzer und einem wehmüthigen Lächeln.

Die junge Dame, welche von der Lähmung der Kammer⸗ frau ihrer Großmutter und Mutter durch Klaus unterrichtet war, eilte raſch auf ſie zu und bot ihr freundlich die Hand, indem ſie ihr ſagte:Sie haben ſich ſo oft für meine Groß⸗ mutter und Mutter bemüht, daß es nicht mehr als billig wäre, wenn Sie auch freiwillig auf Ihrem Stuhle blieben.