Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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Ein Miethwagen.

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Im dritten Stocke angekommen, öffnete Klaus eine Thür und ließ Eugenie in ein helles, reinliches Zimmer eintreten, wo am Fenſter ein Kanarienvogel in ſeinem Bauer luſtig ſchmetterte, vor welchem auf einem Stuhle eine Frau ſaß, die alſobald aufſtand und der ſchönen Dame mit einem freundlichen Gruße entgegen trat. Ein kleiner Bube, der an einem Faden ein hölzernes Pferd ohne Beine nach ſich zog, ſchlich ſich in einem weiten Bogen hinter den fremden Beſuch und befühlte leicht mit ſeiner Hand die weißſeidenen Quaſten an dem grauen Mantel.

Das iſt das gnädige Fräulein, ſagte der Jäger Klaus, deſſen Augen vor Stolz und Vergnügen ſtrahlten.Wir können wohl zur Großmutter hinein, Frau Brenner, nicht wahr?

O mein Gott, ja, antwortete die Frau mit ihrer ſanften Stimme;ſie freut ſich wie ein Kind darauf; und auch wir, gnädiges Fräulein, ſind ſo froh, Sie einmal zu ſehen. Wenn man ſo viel Gutes und Liebes von Jemand hört, ſo möchte man auch gern das Geſicht dazu kennen. Und Ihres, gnädiges Fräulein, paßt ſo vollkommen zu all dem Herzlichen und Freundlichen, was mir mein Mann beſtändig von Ihnen erzählt, daß ich es gar nicht ſagen kann.

Klaus, der dem fragenden Blicke des jungen Mädchens begegnete, ſprach ſogleich:Es iſt die Frau des Jägers Bren⸗ ner; wir ſind ja in ſeiner Wohnung.

Eugenie ſchien das vergeſſen zu haben, und jetzt, wo ſie ſich daran erinnerte, kam es ihr völlig wie ein Troſt vor, in dem Hauſe des Mannes zu ſein, den ſie gern hatte und der auch ihr ſeit früheſter Kindheit ſtets eine große Ergeben⸗ heit und Anhänglichkeit bezeigt. Sie reichte der Frau ihre