Ein Miethwagen.
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ausgewechſelt. Es müßte ein ſeltener, unerhörter Zufall ſein, wenn eine ähnliche Dame, die ziemlich groß und ſchlank, mit grauem Mantel und blauem Seidenkleide das gleiche Geldſtück einem Kutſcher als Fahrpreis gegeben hätte.
So ſehr er ſich jetzt bemühte, die Handlungsweiſe der jungen Dame ſich ſelbſt als nicht beachtenswerth, als gänzlich verdachtlos darzuſtellen, ſo fielen doch die Zweifel wie mit Keulenſchlägen über ihn her, und hohnlachende Teufel ziſchten ihm ins Ohr:„Das iſt das gute, unſchuldige Mädchen, haha! Was hat ſie in dieſem Stadtviertel zu machen, haha! in einem geſchloſſenen Miethwagen, hahaha! Ein Rendezvous! juchhe, ein Rendezvous!“ Und darauf lachte er ſelbſt grimmig mit und ſprach zähneknirſchend zu ſich ſelber:„Auch Eugenie, haha, auch Eugenie!“
Während der Baron ſo dachte, hob ſich ſeine Bruſt heftig, ſeine Finger öffneten und ſchloſſen ſich krampfhaft, und er ſchritt dahin mit tief geſenktem Kopfe. Es war gut, daß ſich hier vor den Häuſern keine Leute zeigten, und da, wo ſich viel⸗ leicht Jemand auf der Straße ſehen ließ, dieſer eilig den eigenen Geſchäften nachging, ohne ſich viel um die zu bekümmern, die neben ihm wandelten.
George von Breda hatte ſo den Blumenmarkt erreicht, einen kleinen Platz, von alterthümlichen Häuſern umgeben, in deſſen Mitte ſich ein Springbrunnen befand, der das beſte Waſſer der Stadt hatte, und um welchen herum Obſt⸗ und Ge⸗ müſeverkäufer zur Sommerzeit ihre farbigen, duftigen Waaren ausgeſtellt hatten. Jetzt lag derſelbe öde und verlaſſen, nur belebt von ſpielenden Sonnenſtrahlen, die mit dem Waſſer kosten und ſich vielleicht von zukünftigen glücklichen Tagen unterhielten.


