Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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280 Fünfzigſtes Kapitel.

möglich ſei, zu erfahren, was er mit dem gnädigen Fräulein verhandle. Heute früh iſt er da geweſen.

So?

Ja ich war glücklicher Weiſe auf dem Heuboden und konnte ihn alſo ſehen, wie er um die Hofmauer herum ſchlich. Er ging zu der kleinen Thür herein, die nach den Stallungen führt und die nur angelehnt war, dann verlor er ſich in die Ecke des Gartens hinter dem Gebüſch von immergrünen Bäumen.

Oho! machte Andreas,das iſt der einzige Platz, um Jemandem insgeheim zu ſprechen. Und du?

Ich that, wie Ihr mich geheißen, ging längs der Mauer auf dem weichen Sandwege; Ihr hättet mich ſehen ſollen, wie ich das geſchickt machte.

Ja, ſchleichen kannſt du; aber ſprich weiter.

Und kroch dann hinter die Strohdecken, die Ihr dort aufgeſtellt.

Siehſt du nun, daß ich immer Recht habe, unterbrach der Gärtner den Groom mit einem finſteren Stirnrunzeln. Dahin mußte der kommen. O, wenn du Kerl nur meinem Rath folgen wollteſt! Nun?

Ich brauchte nicht lange zu warten, fuhr Fried⸗ rich fort,da hörte ich leiſe Tritte und ſah das gnädige Fräulein daher kommen. Sie reichte dem Klaus ſo freund⸗ lich ihre beiden Hände, daß es mir einen Stich ins Herz gab.

Ja, der Klaus iſt auch ein tüchtiger Kerl, der hat Cou⸗ rage; der fürchtet ſich nicht. Aber erzähle weiter, wer weiß, ob nicht bald Jemand kommt und uns ſtört.

ſo