Selbſtquälereien.
„Nun, das unterſchreib' ich dir vor Zeugen,“ gab der Gärtner, der anfing, auf die Worte des Reitknechts auf⸗ merlſam zu werden, kopfnickend zur Antwort.„Dumm warſt du von jeher, dumm wie— wie— ich weiß wahrhaftig nichts ſo Dummes.“ Dabei ſetzte er ſich auf den Kübel des Orangenbaumes, nahm ſeinen einen Fuß auf das Knie und ſcharrte mit ſeinem Gartenmeſſer die Erde vom Stiefel.
„Ich darf mich nicht beklagen,“ ſprach nun wirklich ſeuf⸗ zend der Groom,„habt Ihr mir doch oft gerathen, und, wie ich wohl ſagen darf, gut gerathen. Aber jetzt wird wohl Alles aus ſein.“
„Du ſprichſt ja wie ein Todtenkopf,“ erwiderte der Gärt⸗ ner.„Wer lebt, hat noch nicht verloren. Entweder haſt du heute Morgen einen ſtarken Schnaps getrunken, Bürſchlein, oder-dir iſt etwas Abſonderliches begegnet, he!“
„Mir iſt freilich etwas Abſonderliches begegnet,“ verſetzte der Andere, wobei er melancholiſch den Kopf hängen ließ. „Ach! das hätte ich nimmer gedacht. Nein, nein, das hätte ich nimmer gedacht!“
„Was du denkſt, iſt mir ſehr gleichgültig,“ ſagte barſch der Gärtner,„denn das iſt nie etwas Geſcheidtes. Wenn ich aber erfahren ſoll, was dir Abſonderliches begegnet iſt, ſo thu gefälligſt dein Maul auf und ſprich. Aus dem Gefaſel könnte ſogar ein Geſcheidter nicht klug werden.“
Friedrich ſchluckte ein paar Mal heftig, blickte wiederholt ſcheu um ſich und ſetzte ſich alsdann neben Andreas auf den Rand des Kübels.
„Ihr habt mir anempfohlen,“ flüſterte er,„genau aufzu⸗ paſſen, wenn der Jäger Klaus wieder komme, um, wenn es
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