Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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Fünfzigſtes Kapitel..

biſt du doch nicht zu gebrauchen. Was willſt du eigent⸗ lich? G

Bſt! machte der Groom und legte mit einem ungemein wichtigen Geſicht den Finger an den Mund, wobei er ſich etwas affektirt nach allen Seiten umſchaute.

Was haſt du denn da zu gaffen? Das möchte ich wiſſen, fuhr Andreas fort, der ſich nun aufrichtete und, ohne den Anderen weiter anzuſchauen, einen kleinen dürren Zweig des Orangenbaumes behutſam wegſchnitt.Fürchteſt du dich, überraſcht zu werden, armer Kerl? Ja, deine Thaten ſind freilich ſo ungeheurer Art, daß du dich in Acht nehmen mußt, um nicht entdeckt zu werden. Laß mich zufrieden und geh in deinen Stall.

Ohne ſich durch dieſe unfreundlichen Reden verſcheuchen zu laſſen, flüſterte der Reitknecht:Iſt Niemand mehr in der Nähe?

Das weißt du ſo gut wie ich, entgegnete der Andere barſch;denn wenn Jemand in der Nähe wäre, würdeſt du es ja gar nicht gewagt haben, hieher zu kommen. Thut dieſer Kerl doch, als wiſſe er nicht, daß das gnädige Fräulein und der Herr ausgegangen ſind.

Aber Beide allein, ſagte Friedrich mit Beziehung.

Allerdings Beide allein. Das geſchieht ſo oft, wie ſie auch mit einander gusgehen.

Heute aber wären ſie nicht mit einander ausgegangen, ſprach der kleine Groom mit einem pfiffigen Lächeln.Darauf könnt Ihr Euch verlaſſen, Andreas. Das gnädige Fräulein hat allein ausgehen wollen; ich weiß das ganz genau. Ja, leider weiß ich es, ſetzte er hinzu, indem er affektirt ſeufzte. O du lieber Himmell ich bin wirklich ſehr dumm geweſen.