Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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llein

Selbſtquälereien. 281

Zuerſt ſprachen ſie Dies und Das, was mich nicht be⸗ ſonders intereſſirte.

Da iſt Alles intereſſant.

Von einer armen Familie, der es nun wieder etwas beſſer geht, von dem kleinen Kinde des Tagelöhners, das nicht mehr krank ſei, und dergleichen.

Andreas zuckte verächtlich mit den Achſeln.

Dann aber ging's los, ſagte triumphirend der kleine Reitknecht.Klaus ſprach von Jemand, der, wie das gnä⸗ dige Fräulein wohl wiſſe, ſich ſo ſehr darauf freue, ſie wieder zu ſehen; er ſagte auch bittend, ſie habe ſchon ſo oft verſpro⸗ chen, der alten Frau einen Beſuch zu machen.

Der alten Frau? fragte der Gärtner.

Nun, eine alte Frau kann auch da ſein. Das ver⸗ ſteht ſich am Ende von ſelbſt. Aber auch von ihm war die Rede.

Von wem?

Von Jemand, der das gnädige Fräulein früher geſehen, der ſehr leidend geweſen, dem es jetzt aber etwas beſſer gehe und der ſeine einzige Hoffnung darauf geſetzt habe, das freundliche Geſicht des gnädigen Fräuleins wieder einmal zu ſehen. Es iſt ja bei der alten Frau, ſagte Klaus, nachdem er eindringlich gebeten.

Das iſt allerdings nicht unwichtig, ſprach Andreas, nachdem er eine, kurze Weile nachgedacht.Und die Gnä⸗ dige?

O mein lieber Himmel! antwortete Friedrich wehmüthig, ſie ſagte endlich Ja, ſie werde kommen.

Und wann? forſchte eifrig der Gärtner.

Heute noch, um elf Uhr.