Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Weſen dr und tigſten öhnlich 2 nicht

hatte aubte, vurde, n ihn enden

n und

Selbſtquälereien. 275

mit ihren Fingern leicht über die feinen, rothen, duftigen Blättchen.

Andreas, der Gärtner, der in der Nähe ſtand, öffnete ehrerbietig die Thür des Glashauſes, und dahin ſchritt das ſchöne Mädchen mit dem raſchen elaſtiſchen Gange. Gewöhn⸗ lich ſchaute ſie ſich um, ehe ſie das Thor erreichte, um noch einmal freundlich zurück zu grüßen. George von Breda wartete mit Spannung darauf. Heute that ſie es nicht; da⸗ gegen ſchritt ſie zögernder, als ſie dem Ausgange nahe war, und ein paar Mal ſchien es, als wolle ſie ſtehen bleiben, um⸗ kehren, wie wenn ſie ſich auf etwas beſänne, das ſie noch im Hauſe ſagen müſſe, oder als wolle ſie eine vergeſſene Sache holen. Dann aber erhob ſie plötzlich den Kopf, den ſie etwas geſenkt hatte, nahm ihren raſchen Schritt wieder auf und war gleich darauf in der Biegung des Weges vor dem Thore ver⸗ ſchwunden.

Der Baron wußte nicht, warum ſich ſein Herz auf ein⸗ mal ſchmerzlich zuſammenzog, warum er nur mühſam athmen konnte. War es ihm doch gerade, als verlaſſe Eugenie in dieſer Stunde ſein Haus für immer; ja, wenn er auch über dieſen Gedanken lächeln mußte, ſo konnte er ihn doch nicht ganz verbannen. Voll dieſer ſonderbaren Phantaſie, blickte er im Wintergarten umher, und obgleich hier hunderte von Blumen und Blüthen ihre bunten Farben zeigten, ſchien ihm Alles öde, leer, erſtorben. Das war kein friſches Grün mehr, was ihn von allen Seiten umgab; es ſchien kein Früh⸗ ling werden zu wollen, es kam ihm vor wie ein ſpäter Herbſt⸗ tag, wie beginnender Winter, ja, es fröſtelte ihn, wie es wohl zu geſchehen pflegt, wenn wir draußen die erſten Schneeflocken herabwirbeln ſehen.