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Selbſtauälereien. 271
Stellung im Leben?— Entſetzlich! Machte ſie vielleicht Ver⸗ gleiche zwiſchen ſeinem Hauſe und einem eigenen?
In ſolchen Momenten konnte er ſie faſt zitternd fragen: „Woran dachteſt du, Eugenie?“ Und wenn ſie zur Antwort gab:„Ich dachte an das kommende Frühjahr, an unſer kleines Landhaus, an den herrlichen grünen Wald, an all die tauſend Blumen, und an die ſchönen Tage, wo wir dort Beſuch machen werden,“— dann durchſchauerte es ihn einen Augenblick freu⸗ dig, im anderen aber biß er die Zähne zuſammen, ballte krampfhaft die Hand und murmelte vor ſich hin:„Ahl wohl mag ſie daran denken, aber dabei gewiß auch an einen an⸗ deren Begleiter, der ihr zur Seite reitet!“
Ein Wort, eine Anſpielung, der Eintritt des Kammer⸗ dieners, um einen Beſuch anzumelden, konnten den Baron unruhig machen; er haßte die ganze Welt, denn Alles ſchien ſich zu beſtreben, Eugeniens Aufmerkſamkeit zu erregen. Früher im unbeſtrittenenen, wenngleich vollkommen harmloſen Beſitze des jungen Mädchens, war er glücklich darüber, wenn alle Menſchen ſie bewunderten; jetzt, wo damit ein Verluſt für ihn in Gefahr ſtand, fürchtete er ein bezeichnendes Wort, einen freudig erſtaunten Blick.— O, er war ſehr, ſehr un⸗ glücklich! Wenn in ſolchen Augenblicken die Vernunft wieder in ihre Rechte trat, ſo konnte er mit einem tiefen Seufzer den
Wunſch hegen, ſie, die jetzt ſein ganzes Herz erfüllte, nie ge⸗ ſehen zu haben.
Wer ſucht, der findet, und wer mit Eifer ſucht, um ſo gewiſſer. Je ängſtlicher ſich der Baron vielleicht bedeutungs⸗ loſe Worte und Blicke Eugeniens aus ihrem Zuſammenhange riß und willkürlich an einander kettete, um ſo eher glaubte er
zu der Gewißheit zu gelangen, ſie habe irgendwoher von der
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